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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einen neuen Weg eingeschlagen

26.11.2019

Barghorn Ein Regenschauer den ganzen Tag: Der Vorsitzende vom Bahndamm, Torsten Spilker, sprach deshalb bei der Begrüßung der Gäste bei der Einweihung des neuen Rad- und Wanderweges von einer „Taufe“. Aber trotz des regennassen Tags zeigte sich Torsten Spilker froh gestimmt, denn das Projekt Rad- und Wanderweg über einer Länge von 3,3 Kilometer von Barghorn bis zur Winterbahn-West ist fertiggestellt.

Er ging kurz auf die Historie der Strecke ein. Die Eisenbahnstrecke – wegen des Mooruntergrundes im Volksmund Gummibahn genannt – wurde 1896 von Oldenburg bis Brake in Betrieb genommen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde 1976 die Bahn stillgelegt. Gleise und Schotter wurden abgefahren.

Wilhelm Spiekermann aus Oberströmische Seite kam in den 90er Jahren auf die Idee den zurückgebauten Bahndamm für die Radfahrer, Wanderer, Reiter und Kutschenfahrer zu nutzen. Im April 2007 unterzeichnete der Verein einen Unterhaltungsvertrag mit der Gemeinde Ovelgönne, die zuvor die über 13 Kilometer lange Strecke von der Deutschen Bundesbahn gepachtet hatte. In der Zeit von 2007 bis jetzt wurde eine Brücke aus Leadermitteln erstellt. Der Radweg Großenmeer wurde unter großem Einsatz von Dr. Gerd Heitzhausen gebaut sowie kurze Zeit später der Radweg Ovelgönne-Meyershof.

Torsten Spilker: „Das Ziel ist, den Bahndamm komplett mit einem Radweg zu erschließen.“ Der 2. Vorsitzende Dieter Kohlmann ging darauf ein, dass man auf dieser Strecke von Großenmeer weiter über den Schwarzen Weg bis in die Gemeinde Rastede gelangt. „Der Bahndamm ist oft zu trocken oder zu nass für Radfahrer. Was kann man machen“, so Kohlmann.

Man stellte das Projekt bei der Wesermarsch Leader Region vor. Das fand beim Regionalmanagement um Johanne Logemann offenes Gehör. Es ging um die Finanzierung. Kein Bau ist ohne öffentliche Kofinanzierung möglich.

Die Gemeinde Ovelgönne ebnete den Weg mit 25 000 Euro. Bürgermeister Christoph Hartz zählte auch zu den Gästen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 91 720 Euro. Zehn Prozent musste der Verein mit Eigenleistungen aufbringen. Über etliche private Spenden wurde das gestemmt. Die Leader-Förderung beträgt 64 204 Euro.

Johanne Logemann: „Der Verein hat aufgrund der eingebrachten Eigenleistung eine höhere Leader-Förderung erhalten, mit einer Förderquote von 70 Prozent.“ Aus dem Topf Wesermarsch in Bewegung (WIB) flossen 2516 Euro. Nun ist der ehemalige Bahndamm zwischen der Barghorner Straße (km 10,6) und der Winterbahn als multifunktionalen Rad-, Reiter- und Wanderweg hergerichtet und mit interaktiven Elementen ausgestattet worden.

Die Ausbaustrecke mit Schotter und Split beträgt 3,3 km und ist 120 cm breit. Daneben der bisherige Weg, der weiterhin für die Reiter und landwirtschaftlichen Verkehr gedacht ist. Somit ist eine der letzten Teilstrecken, die bisher nur beschwerlich oder nicht mit dem Rad befahrbar waren, infrastrukturell optimiert und für die multifunktionale Nutzung zugänglich gemacht. Entlang des Weges können Nutzer einen Baumlehrpfad mit den 10 Schautafeln und 5 Motorikelemente finden. Das Projekt bietet über den touristischen Schwerpunkt hinaus Verknüpfungspunkte zu dem vorhandenen Heilkräuterlehrpfad, dem Kiekpadd und der „Großen Angelkuhle“.

Die Mitglieder des Vereines pflegen den Bahndamm und initiieren regelmäßig Aktionen entlang der Bahnstrecke wie zum Beispiel das Ferienspaßangebot oder das Aufhängen von Nistkästen in Kooperation mit dem Naturschutzbund Deutschland.

Der Vorstand vom Bahndamm mit Torsten Spilker, Dieter Kohlmann, Carola Bernardin, Jutta Behrens und Brigitte Braun-Cordes sprach den Geldgebern der LAG Wesermarsch, der Gemeinde Ovelgönne und den vielen Sponsoren, aber auch den Helfern aus dem Verein und den Mitarbeitern der beteiligten Firmen Dank aus. Der Verein mit 100 Mitgliedern hat selbst 337 Arbeitsstunden für das Projekt eingebracht.

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