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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Baustelle am Bahnhof ist sturmflutsicher

06.12.2016

Nordenham Einige Bürger hatten sich schon Sorgen um die Deichsicherheit gemacht. Denn der Nordenhamer Bahnhof liegt auf dem Deichköper und zu seinen Füßen waren die Arbeiten zur Neugestaltung des Vorplatzes ins Stocken geraten. Jetzt kann Entwarnung gegeben werden. Die Baustelle ist für alle Sturmflut-Szenarien – auch für extremste – abgesichert.

150 Tonnen Sand sind in die Kellerräume eingebracht worden, die nach den Abrissarbeiten Ende August nicht verfüllt worden waren. Im August war die leerstehende Kiosk-, Imbiss- und Toilettenzeile vor dem Bahnhofsgebäude dem Erdboden gleich gemacht worden.

Weitere 150 Tonnen Sand befinden sich jetzt in 90 Big Bags, die auf die Bodenplatte der abgerissenen Ladenzeile gestellt worden sind.

300 Tonnen Sand

Die Last dieser insgesamt 300 Tonnen Sand soll verhindern, dass im Winter am Deich irgendetwas ins Rutschen kommt und Deichsicherheit gefährden könnte, bis das Bauvorhaben realisiert worden ist. Architektonisch ist eine luftig und offen wirkende Konstruktion geplant, die vor dem Bahnhof eine ansprechende überdachte Aufenthaltsmöglichkeit für Buskunden und Passanten bieten soll.

In einem Abstand von einem Meter zur Flutmauer stützt die stehen gebliebene Rückwand der Gebäudezeile den zwischen Rückwand und Flutmauer liegenden alten Deichabschnitt.

Sollte eine schwere Flut Weserwasser über Schienen des Bahnhofgeländes und über den Bahnhof bis an die Flutmauer drücken, wäre ohne Stabilisierung eine Bewegung dieses Bodens nicht ganz auszuschließen.

Wie die NWZ  am Montag weiter von Tim Lorenz, zuständiger Mitarbeiter im Stadtplanungsamt, erfahren hat, sind die jetzt aufgebrachten Sandlasten eine reine Vorsichtsmaßnahme für extreme Fälle. Denn Flutmauer und Rückwand der ehemaligen Gebäude sind standsicher.

Das Bauprojekt zieht sich jetzt ins nächste Jahr. Kontroversen im Bauausschuss über eine neue Gestaltung des Bahnhof-Vorplatzes waren erst im Sommer vergangenen Jahres beigelegt worden. Das Vorhaben hatte sich dann weiter verzögert, weil zunächst komplexe statische Untersuchungen und Abstimmungen mit dem Deichband nötig waren. Nach dem Abriss im August stellte sich weiterer Beratungsbedarf heraus.

Nun sollen die Bauarbeitern nach Angaben von Tim Lorenz spätestens im April starten. Bis dahin sind noch Detailanpassungen der Planung hinsichtlich Statik und Bauausführung nötig, damit alles in sich stimmig ist. Fertiggestellt wird der neue Bahnhof-Vorplatz voraussichtlich erst im Herbst 2017.

Mit Illumination

Gebaut werden soll ein Flachdach, das auf zwei Betonpfeilern ruht und zudem von einer durch eine runde Öffnung ragende Dachstütze getragen wird. Das dahinter geplante neue Toilettenhaus bietet auch Fahrradabstellplätze. Weitere Fahrradständer sollen neben dem Gebäude unter freiem Himmel entstehen. Eine Illumination durch LED-Leuchten soll den Bahnhofsvorplatz zusätzlich aufwerten.

Finanziert wird das Vorhaben aus dem Sanierungsprogramm City Süd. Die Stadt bekommt Zuschüsse von Bund und Land in Höhe von zwei Drittel der Kosten.

Für Deichsicherheit sind 12 000 Euro ausgegeben worden. Das Bauprojekt einschließlich Abrisskosten beläuft sich auf 650 000 Euro.

Horst Lohe
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2206

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