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Brandschutz: „Bei uns ist jeder willkommen“

01.08.2015

Esenshamm Eigentlich könnten Ortsbrandmeister Detlef Ukena und sein Stellvertreter Florian Wientzek mit der Personallage zufrieden sein. Denn mit 23 Aktiven ist die Esenshammer Feuerwehr besser bestückt, als sie es laut Sollstärke (18) sein müsste. Aber auf der anderen Seite sind die Zeiten noch gar nicht so lange her, als in Esenshamm um die 40 Feuerwehrleute bei Einsätzen zur Verfügung standen. „Der demografische Wandel ist auch bei uns angekommen“, sagt Detlef Ukena. Er weiß, dass der Ortswehr in nicht allzu ferner Zukunft ein Nachwuchsmangel droht. Deshalb ergreift das Ortskommando schon jetzt die Initiative und rührt die Werbetrommel, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Detlef Ukena (49) und Florian Wientzek (35), die seit Januar 2015 das Führungsduo der Ortswehr bilden, wollen vorbeugend handeln und nicht abwarten, bis ein Personalnotstand auftritt und es zu Problemen kommt.

Bei den Dienstabenden an jedem Montag von 19 bis 21 Uhr haben Interessierte die Gelegenheit, sich einen Eindruck von der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Esenshammer Feuerwehr zu verschaffen.

Das Feuerwehrhaus in Esenshamm befindet sich an der St.-Florian-Straße. Gäste können ohne Anmeldung an den Dienstabenden teilnehmen. Ansprechpartner ist Ortsbrandmeister Detlef Ukena Telefon 269983.

Zwei Frauen sind zurzeit in der Ortswehr aktiv. Dabei handelt es sich um die Esenshammer Pfarrerin Bettina Roth und um Sonja König-Wientzek, die als Pressewartin dem Ortskommando angehört.

Sie setzen zum einen auf die gemeinsame Nachwuchsarbeit mit der Abbehauser Feuerwehr. Von 1966 bis 1980 hatte Esenshamm noch eine eigene Jugendfeuerwehr, dann begann die Kooperation mit den Nachbarn in Abbehausen. Zurzeit gehört ein Junge aus Esenshamm der Jugendfeuerwehr an, während bei den Jüngsten in der Kinderabteilung vier Esenshammer mitmachen.

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Seiteneinsteiger

Zum anderen hoffen Detlef Ukena und Florian Wientzek, dass sich verstärkt Erwachsene, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und dafür ein Betätigungsfeld suchen, für die Freiwillige Feuerwehr begeistern lassen. „Egal ob Mann oder Frau“, sagt Florian Wientzek, „bei uns ist jeder willkommen.“ Auch bei den Berufen der Feuerwehranwärter gibt es keine Einschränkungen oder Vorgaben. „Wir können alle Berufsgruppen gebrauchen“, betont Detlef Ukena, „Lust auf Technik sollte man allerdings haben.“

Bedingung ist nur, dass die Seiteneinsteiger mindestens 16 Jahre alt sein müssen und das 63. Lebensjahr noch nicht überschritten haben dürfen.

Ende September beginnt ein neuer Grundlehrgang für angehende Feuerwehrleute in der Feuerwache an der Strehlener Straße in Nordenham. Er wird gemeinsam für alle Nordenhamer und Butjadinger Ortswehren veranstaltet. Der Lehrgang umfasst 70 Unterrichtsstunden, die abends und an den Wochenenden abgehalten werden, und dauert etwa vier Wochen.

Die Esenshammer Feuerwehr verfügt über zwei Einsatzfahrzeuge, die nach den Vornamen der früheren Ortsbrandsmeister Arno Wilksen und Harry Heruth benannt sind. Das Feuerwehrauto „Harry“ ist erst ein paar Monate alt. Es wurde extra so ausgerüstet, dass es schwerpunktmäßig bei technischen Hilfeleistungen zum Einsatz kommt. Hingegen ist „Arnos“ Ausstattung mehr auf die Brandbekämpfung ausgerichtet. Jedes Fahrzeug bietet Platz für sechs Feuerwehrleute.

Aktivenzahl hoch halten

Die möglichst rasche Besetzung der Fahrzeuge bei Alarmierungen ist für das Ortskommando ein weiterer Grund, die Aktivenzahl hoch zu halten. Denn viele Kameraden haben ihre Arbeitsplätze nicht im Dorf und müssen mitunter längere Anfahrten zurücklegen. „Die eingeschränkte Tagesverfügbarkeit der Kameraden ist landauf, landab ein Problem“, sagt Detlef Ukena, „und betrifft nicht nur uns.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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