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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Kein Internet, aber Wut und Enttäuschung

13.12.2018

Berne Wut, Zorn, Enttäuschung, Fassungslosigkeit: Die Emotionen, die Bernes Bürgermeister Hartmut Schierenstedt (parteilos) und den Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindeentwicklung am Dienstagabend in einer Sitzung entgegenschlugen, waren stark und unangenehm. Es waren Einwohner von Neuenhuntorf, die sich in der Einwohnerfragestunde Luft machten, weil sie sich beim Thema Breitbandausbau abgehängt fühlen.

„Wir sind der Teil des Dorfes, der ausgeschlossen ist vom Projektgebiet“, sagte ein Mann und zeigte in die Runde seiner Mitstreiter. Während der nördliche Teil von Neuenhuntorf zu den Projektgebieten gehört, die noch bis zum Sommer mit schnellen Internetanschlüssen versorgt werden, geht der südliche Teil leer aus. „Und wir bekommen null Informationen von Ihnen, wir haben schon vor drei Monaten um eine Informationsveranstaltung gebettelt und es kommt keine Reaktion.“ „Wir haben gar kein Internet, sind gar nicht versorgt. Das neue Kabel wird an meiner Haustür vorbeigelegt in den anderen Teil des Dorfes und wir kommen nicht ran“, sagte eine Neuenhuntorferin: „Wissen Sie das eigentlich?“

Dass den Neuenhuntorfern eine Planung, die schnelles Internet nur für einen Teil der Häuser in dem kleinen Dorf vorsieht, bürgerfern und geradezu lächerlich vorkommen muss, das leuchtet ein. Auch dem Bürgermeister und den Ausschussmitgliedern. Gegen den Vorwurf, die Neuenhuntorfer im Stich gelassen zu haben und sich nicht um das Thema zu kümmern, verwehrte sich Schierenstedt aber: „Das stimmt nicht. Wir müssen uns gedulden, wir können als Gemeinde nichts tun. Es gibt ganz klare Förderbedingungen, das müssen wir begreifen und respektieren.“

Michael Heibült von der Verwaltung erläuterte, dass die Förderbedingungen für den Breitbandausbau es nicht erlauben, ein weiteres Kabel für den Anschluss der übrigen Haushalte in den Graben zu legen, der mit Fördermitteln erstellt werde – eine Spielregel, über der die Neuenhuntorfer verzweifeln. Aber eine, die sich auch die EWE nicht ausgesucht habe, der sie sich aber unterwerfen müsse. Heibült: „Die EWE bemüht sich um Lösungen.“ Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau durch die EWE könne eine Lösung sein, die Kosten hierfür kämen aber auf die Anlieger zu.

„Man kann uns nicht hinten runterfallen lassen“, hatte eine Neuenhuntorferin verlangt. Vorerst scheint es aber so zu kommen: Denn um den geförderten Breitbandausbau im Landkreis auf die nächste Etappe zu bringen, wird aktuell eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen Landkreis und angehörigen Städten und Gemeinden geschlossen. Dann wird der Landkreis verbliebene weiße Flecken verorten und die nächsten Projektgebiete auf den Weg bringen – das dauert natürlich alles noch. „Sie rutschen dann hoffentlich in die nächste Projektierung“, sagte der Ausschussvorsitzende Eike Rulfs. „Wenn Bürger nicht weiterkommen: Wer soll dann helfen, wenn nicht Sie?“, schloss ein Neuenhuntorfer. „Wir engagieren uns dafür, dass es schnellstmöglich weitergeht, es geht aber nicht gleichmäßig überall voran“, sagte Rulfs. Damit war das Thema in der Ausschusssitzung beendet, zufrieden konnte nach der Diskussion aber niemand sein.

Fest steht zumindest, dass es Ende Januar, spätestens Anfang Februar, eine Informationsveranstaltung mit Fachleuten der EWE zum Thema Breitbandausbau in Berne geben soll.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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