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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Früher fehlte das Geld, dann das Personal

14.02.2019

Berne Der Fachkräftemangel ist in aller Munde, branchenübergreifend zeigen sich seine Auswirkungen und egal, ob im Handwerk, bei Dienstleistern oder der Industrie: Auch in der Wesermarsch ringen Arbeitgeber um qualifiziertes Personal – das sieht auch in den Behördenzimmern nicht anders aus. Stand jetzt kann die Gemeinde Berne aber verkünden: „Wir sind voll besetzt. Es gibt keine freien Stellen.“ Das freut Michael Heibült. Er leitet den Fachbereich Bau- und Bürgerdienste und ist der Allgemeine Vertreter des Hauptamtlichen Bürgermeisters Hartmut Schieren­stedt. Und im vergangenen Jahr musste er erleben, wie sich Personalmangel in einer Verwaltung auswirken kann.

„Wir konnten Projekte, die geplant waren, nicht angehen“, erklärt Heibült. Das betraf den Bereich der Unterhaltung von Straßen und Brücken. Zwar war für die Verwaltung im Haushaltsjahr 2017 eine halbe Stelle für einen weiteren Bautechniker geschaffen worden, besetzt werden konnte diese aber erst zum 1. Januar 2018. Und durch die Wahl von Hartmut Schierenstedt zum Bürgermeister wurde eine neue Lücke in die Personaldecke der Bauverwaltung gerissen. Erst im September 2018 konnte Schierenstedts alter Posten in der Bauverwaltung neu vergeben werden. Heibült erklärt: „Wir brauchten drei Ausschreibungsrunden, um die Stelle von Hartmut Schieren­stedt nachzubesetzen. Das zeigt den Mangel. Die Leute stehen nicht Schlange.“ Auch die Verwaltungen konkurrierten um Personal, so Heibült weiter: „Und deshalb lief die Umsetzung geplanter Maßnahmen schleppend .“

Da im vergangenen Jahr Projekte nicht angegangen werden konnten, ist Geld, das dafür zur Verfügung gestellt worden war, nicht ausgegeben worden. Diese Haushaltsreste in Höhe von 259 000 Euro werden nun in den Haushalt 2019 rübergezogen, aber nicht mit weiteren Mitteln aufgestockt. „Ich glaube nicht, dass wir damit schlecht fahren“, betont der Fachbereichsleiter. So seien die Trockenheitsschäden aus dem Sommer 2018 „zufriedenstellend mit eigenen Mitteln geflickt“. Die Gemeinde wolle kein Geld einsparen, indem für die Unterhaltung von Straßen und Brücken keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. „Es gibt andere Projekte, in die das Geld fließt“, erläutert Heibült. Beispielsweise 150 000 Euro in die Turnhalle Ganspe, bei der Arbeiten an der Fassade aus Glasbausteinen anstünden und der Boden erneuert werden soll. Auch in die Sanierung des Berner Rathauses sollen 120 000 Euro fließen – für Fassade und Fenster.

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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