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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Finanzen: Ohne neue Schulden keine Investitionen

20.02.2020

Berne Mickrig ist der Überschuss, den der Haushalt mit einem Gesamtvolumen von rund 12,6 Millionen Euro für das Jahr 2020 der Gemeinde Berne ausweist.

1100 Euro bleiben übrig, nachdem jegliche Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt sind. Doch am Ende zählt nur, dass es überhaupt einen Überschuss gibt und damit der Haushalt, der am Dienstagabend vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet wurde, ausgeglichen ist. Den Ausgleich überhaupt hinzubekommen, war für die Verwaltung eine sportliche Herausforderung: Gleich zum Jahresanfang wurde Berne von einer dicken Gewerbesteuerrückzahlung kalt erwischt, in deren Folge Kämmerin Anke Egenhoff im Haushalt den Rotstift ansetzen musste.

3,2 Millionen Euro: Das sind nun die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen. Ursprünglich war mit 3,8 Millionen Euro kalkuliert worden. Um 600 000 Euro musste der Ansatz für die Gewerbesteuereinnahmen also nach unten korrigiert werden. Für den Haushaltsausgleich wurden deshalb diverse kleinere Maßnahmen vertagt, aber auch größere Projekte wie die Sanierung der Rathausfassade wurden aufs kommende Jahr verschoben. Lediglich marode Fenster werden 2020 ausgetauscht. 2019 konnte Berne übrigens Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von rund 3,86 Millionen Euro verzeichnen, 2018 waren es 3,42 Millionen Euro. Ab 2021 rechnet die Kämmerin wieder optimistischer: 3,5 Millionen Euro sollen dann über die Gewerbesteuer in die Kasse kommen.

Der Haushalt ist zwar ausgeglichen, die finanziellen Spielräume sind für Berne aber gering. Dennoch werden einige – zukunftsweisende – Großprojekte angegangen. So soll das Gewerbegebiet in Ranzenbüttel ausgeweitet werden, der Neubau einer Kindertagesstätte wird auf den Weg gebracht, die Sporthalle in Ganspe muss endlich auf Vordermann gebracht und der Ausbau der Industriestraße zum Abschluss gebracht werden. Um diese Vorhaben angehen zu können, führt aber an einer weiteren Verschuldung der Gemeinde durch Kreditaufnahmen kein Weg vorbei.

2,81 Millionen Euro muss die Gemeinde etwa als Kredit neu aufnehmen, um die geplanten Investitionen umsetzen zu können.

0,5 Millionen Euro fließen in die Tilgung bereits bestehender Kredite.

2,31 Millionen Euro bleiben also unterm Strich als Nettoneuverschuldung der Gemeinde Berne. Für das Jahr 2021 rechnet die Gemeinde mit einer Nettoneuverschuldung in Höhe von 946 500 Euro, ab 2022 soll die Tilgung der Kredite die Höhe der Kreditaufnahmen übersteigen, so dass die Gemeinde dann in die Entschuldung kommt.

10,29 Millionen Euro zeigte die Schuldenuhr der Gemeinde Berne zum Jahresende 2019.

Trotz der klammen Kassenlage stimmten die Ratsmitglieder den Anträgen verschiedener Vereine auf finanzielle Unterstützung zu (siehe Infokasten).

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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