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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Vogelzucht zur Erhaltung der Arten

17.10.2019

Berne Mit einem geliehenen Huhn fing alles an. Erfolgreich zog der kleine Nils vor 20 Jahren damit seine ersten Küken auf. Im Alter von sechs Jahren bekam der Junge dann sein erstes eigenes Huhn geschenkt. „Meine Großeltern hatten einen Bauernhof“, erzählt Nils Becker von den Anfängen seiner Leidenschaft.

Küken gab es anschließend jedes Jahr, bis er rund sechs Jahre später in einem Schmetterlingspark erstmals Wachteln sah. Schnell wurde eine erste Voliere gebaut. „Die Tiere eignen sich bestens für Anfänger und sehen zudem gut aus“, erzählt der 26-Jährige, wie es mit seiner Vogelzucht weiter ging. Damit die komfortable Behausung oben nicht leer blieb, kamen ein paar Kanarienvögel dazu, die sich dank guter Pflege gerne vermehrten.

„Aber Kanarienvögel sind leider günstig. Für wenig Geld angeschafft, wird sich dann anschließend nicht richtig darum gekümmert“, führt der Biologie-Student an, warum er ein paar Jahre später lieber auf hochpreisigere Vogelarten umstieg. Immer mehr Volieren wurden gebaut. Als er 18 Jahre alt war, zog der erste Lori bei ihm ein und es wurde begonnen, den Kanarienbestand abzubauen.

Während des Studiums in Göttingen fütterten die Eltern die Vögel. Besonders die Großeltern waren traurig, als er auszog. Aber jedes Wochenende kehrte der junge Mann heim, um die Volieren zu säubern, denn das wollten die Eltern nicht übernehmen, wie er schmunzelnd gesteht.

Die Erhaltungszucht liegt Nils Becker besonders am Herzen. Wichtig sei, dass nicht immer neue Farbmutationen hervorgebracht werden. In der Natur hätten beispielsweise blaue Wellensittiche in einem Schwarm grüner wenig Überlebenschancen, wenn ein Falke auftaucht, erklärt er.

Vor sieben Jahren gehörte Nils Becker darum zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für Arterhaltende Vogelzucht (GAV). Bei einem Treffen in Berlin lernte er seine Freundin Ulrike König kennen, die in der Wesermarsch lebte.

Kurzerhand wurde mit dem Schwerpunkt Ornithologie an die Uni Oldenburg gewechselt und vor vier Jahren ein gemeinsames Haus bezogen, das das Paar neben verschiedensten Vögeln auch mit einigen Reptilien und vier Hunden teilt.

Zu den Stedinger Geflügelzüchtern gehört Nils Becker seit drei Jahren. Mit seinen Wachteln nahm er im letzten Jahr an der Ausstellung teil. Am kommenden Wochenende lockt die Schau der Stedinger Rassegeflügelzüchter wieder in die Comenius-Schule. Neben jeder Menge Tauben, Hühnern oder Enten und Ziergeflügel in herbstlichem Ambiente gibt es Samstag und Sonntag, 19. und 20. Oktober, ab 10 Uhr wieder eine Tombola und allerlei Kinderspiele.

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