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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Charakter wird sich verändern“

10.05.2019

Berne Er soll einmal ein wahres Kleinod der Natur werden, der Elsflether Sand. Die Weserhalbinsel solle dabei aber auch künftig der Naherholung der Berner Bevölkerung dienen, versprach Hans-Henning Pötter von der Jade-Weser-Port-Marketing in der jüngsten Sitzung des Berner Gemeindeentwicklungsausschusses. „Was sich verändern wird, ist der Charakter der Insel.“

Das Unternehmen hatte Großteile des Elsflether Sandes Anfang dieses Jahres vom Domänenamt übernommen. Rund 115 Hektar der 170 Hektar großen Halbinsel sind „wesentliches Teilprojekt bei der Bereitstellung von geeigneten Kohärenzflächen“. Diese Flächen sollen den Verlust von Lebensräumen seltener Arten im Voslapper Groden ausgleichen, allen voran der Rohrdommel. Für diesen seltenen und – vor allem in der Brutzeit – scheuen Vogel muss Ersatz geschaffen werden, wenn der Jade Weser Port sich in einigen Jahren erweitert.

„Wir sind bemüht, zu berücksichtigen, was die Bevölkerung vor Ort möchte, neben dem, was wir für die Rohrdommel tun müssen“, so Pötter. Auch wenn die Planungen noch ganz am Anfang stehen, gaben er und JWPM-Geschäftsführer Andreas Bullwinkel einen Einblick in die nächsten Schritte. So stehe als vordringlichste Aufgabe eine genauere Untersuchung der Bodenverhältnisse an. Denn: Die notwendigen Arbeiten sollen im Zuge einer Deichertüchtigung erfolgen. Auf dem zwischen Deich und Weser gelegenem Teil des Elsflether Sandes soll Klei abgebaut werden, der für den Deichbau vor Ort genutzt wird. So soll es keine Belastung für die Anwohner in Ohrt geben. Gleichzeitig werden so die für den Rohrdommel-Lebensraum benötigten Wasserflächen geschaffen. Im Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms sei dieses Gebiet als „Vorranggebiet Bodenabbau“ verzeichnet, so Pötter. „Da haben wir noch mit dem Landkreis zu reden.“ Auch hoffe man, dass auf dem Elsfleth zugewandten Teil „Boden vorgefunden wird, der nicht abgebaut werden soll“. Hier könnte dann extensive Landwirtschaft möglich sein.

Der JWPM-Justiziar betonte mehrfach, dass die „Freizeitnutzung bestehen bleiben wird“. Man könne sich die künftige Ausrichtung in etwa so vorstellen wie am Langwarder Groden. Sowohl der Radwanderweg als auch der Strand (Pötter: „Der Bereich, an dem wir am wenigsten interessiert sind“) würden auch künftig nutzbar sein. Und man sei offen für Anregungen aus der Bevölkerung; mehr Mülleimer, Ladestation für E-Bikes oder Unterstand seien nur einige Möglichkeiten.

Während sich die Rohrdommel und weitere geschützte Vogelarten ihres Biotoptyps vor allem in dem Bereich zwischen Deich und Weser ansiedeln sollen (ein Versetzen der Arten ist nicht geplant, hier wird auf die Mobilität der Tiere gesetzt), werde der Bereich Richtung Elsfleth anders entwickelt. Wie genau, stehe allerdings noch nicht fest. Zeitdruck habe man nämlich nicht, so Pötter. Bullwinkel geht davon aus, dass der Jade Weser Port 2023 voll sein wird und man 2023 bis 2025 in die Vermarktung der Flächen auf dem Voslapper Groden gehen werde – mit vielen Unwägbarkeiten. Pötter sieht die Fertigstellung des Elsflether Sandes eher im Jahr 2030. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ertüchtigung des Deiches vor 2023/24 erfolgt.“ Das grundlegende Bodengutachten hingegen erhofft er sich für Ende dieses Jahres. Erst danach könne man etwas zum weiteren Zeitplan sagen. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich unter

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Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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