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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Projekte In Der Wesermarsch: Hoffnung auf Deichbau-Wetter

27.04.2019

Berne Matthias Wenholt glaubt fest daran: „Wir kriegen in diesem Jahr Deichbau-Wetter“, meinte der Baudezernent des Landkreises Wesermarsch beim Pressegespräch auf der Frühjahrsdeichschau des I. Oldenburgischen Deichbandes. Und deshalb ist er sich in noch einer Sache sicher: Die Verstärkung des Weserdeichs zwischen Berne-Ohrt und Ranzenbüttel wird in diesem Jahr weitgehend abgeschlossen werden können.

Während Verbandsvorsteher Cord Hartjen und Petra Henken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bei den langfristigen Wetterprognosen etwas zurückhaltender sind, teilen sie den Optimismus, was die Arbeiten an der bereits vier Jahre währenden Großbaustelle angeht. „Die meisten Bodenbaumaßnahmen sind gelaufen, die Masse ist verbaut worden“, sagte Petra Henken. Die Aufgabenbereichsleiterin beim NLWKN kündigt vor allem noch Wegebauarbeiten an. In diesem Jahr sollen die sogenannte Y-Trift profiliert und befestigt, die Deichverteidigungsstraße im Bereich des nördlichen Flügeldeichs hergestellt werden, der südliche Flügeldeich profiliert und ein Deichunterhaltungsweg angelegt werden sowie die Kleientnahmestelle auf dem Ruschsand hergerichtet werden. 2020 soll dann noch der außendeichs gelegene Deichunterhaltungsweg mit Beton befestigt werden. Dann wird die größte Deichbaumaßnahme des I. Oldenburgischen Deichbandes in den vergangenen Jahren abgeschlossen sein. Während diese in den ersten beiden Jahren etwas unter der Witterung gelitten hatte, konnte im Sommer 2018 fast so viel erledigt werden wie in den beiden vorherigen zusammen – dank des Deichbau-Wetters.

I. Oldenburgischer Deichband

Der I. Oldenburgische Deichband ist zuständig für die Errichtung und Erhaltung der Deichbauten (einschließlich dazugehöriger Anlagen) und die Überwachung der Deichsicherheit im Verbandsgebiet. Das umfasst alle Grundstücke mit einer Höhenlage bis 6 Meter über Normalnull in (Teilen) von Berne, Lemwerder, Hude, Hatten, Ganderkesee, Wardenburg sowie Delmenhorst und Oldenburg.

Das geschützte Gebiet umfasst 28 500 Hektar mit einer Deichlänge von 62 Kilometern. Auf die Weserdeiche entfallen davon 21,5 Kilometer und 22 Kilometer auf die Huntedeiche. Der Rest sind sonstige Fluss- und Polderdeiche. Der Deichband hat 25 000 Mitglieder – und „beschäftigt“ rund 4000 Schafe auf den Deichen.

Mehr Infos unter http://erster-oldenburgischer-deichband.de

Doch im Bereich des I. Oldenburgischen Deichbandes stehen noch weitere Arbeiten an: So sollen in diesem Sommer rund 750 Meter des Ochtumdeiches neu profiliert werden. Hier sind – wie bereits im 2016 ertüchtigten nördlichen Abschnitt – die Böschungen zu steil und die Deichkrone zu schmal. Der Baubeginn ist für Mitte Mai vorgesehen, die Fertigstellung für August.

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Eine größere Maßnahme wird auch die Erhöhung der Spundwand im Bereich Motzen/Bardenfleth sein. Auf rund einem Kilometer Länge soll diese um bis zu 50 Zentimeter angehoben werden.

Behoben werden sollen zudem Schäden am Deckwerk im Bereich des Ochtumsperrwerks. Dies wird allerdings keine Maßnahme des Deichbandes sein, sondern des NLWKN.

Gebaut wird schließlich auch in Oldenburg: Im Bereich des Kloster Blankenburgs ist der Hochwasserschutz nicht zufriedenstellend. Zur Zeit seien die nördlichen Außenwände der Klosteranlage Bestandteil der Huntedeichlinie, erläutert Petra Henken, Aufgabenbereichsleiterin beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Und Verbandsvorsteher Hartjen weist auf eine zweite Mögliche Schwachstelle hin: Bei zwei Scharten fehle die zweite Sicherheit, sie könnten im Hochwasserfall jeweils nur mit einer statt zwei Reihen Holz-Bohlen und Sandsäcken geschlossen werden. „Dieser Abschnitt stellt einen Schwachpunkt im Zuge des Hochwasserschutzes dar.“ Der I. Oldenburgische Deichband möchte daher die schon länger vorliegenden Pläne endlich umsetzen. Zurzeit würden die Planfeststellungsunterlagen erstellt, skizziert Henken den weiteren Verlauf. Das eigentliche Planfeststellungsverfahren werde dann ungefähr ein Jahr in Anspruch nehmen, so dass 2020/21 mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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