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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Sorge um Berner Storchenbrut

10.10.2017

Berne Ein Jahr, in dem so viele Nester durch Sturm zerstört wurden, habe es seit dem Bestehen der Storchenstation noch nicht gegeben. Und die besteht immerhin schon seit einem Vierteljahrhundert. Gut, dass es keine Verluste bei den Tieren, von denen der Großteil schon den Weg gen Süden angetreten hat, gegeben hat, versucht Storchenvater Udo Hilfers der Situation noch etwas Positives abzugewinnen. Denn eigentlich sei 2017 ein gutes Storchenjahr gewesen.

Die Betreiber der Berner Storchenstation wissen jedoch momentan kaum, wo sie mit der Arbeit anfangen sollen. Allein 46 getürmt beladene Schiebkarren habe ein jüngst herabgestürztes Nest gefüllt, versucht Hilfers die ungeheure Menge von Kompost zu verdeutlichen, die von den Störchen im Laufe der Jahre für ihren Nistplatz zusammengetragen werden.

Die Sturmtiefs Sebastian und Xavier, aus verschiedenen Richtungen blasend, ließen die Nester rund um die Storchenpflegestation nun reihenweise zu Boden gehen. Mal wurde der Horst wie eine Frisbeescheibe durch die Luft gewirbelt, mal brachen tragende Äste oder der ganze Baum. Und allzu viel Zeit bleibt nicht, bis die ersten Tiere im Januar aus dem „Winterurlaub“ heimkehren.

Ohne gute Nester kein Bruterfolg

Sind die Nester nicht gut, gibt es keinen Bruterfolg. Da spiele es keine Rolle, dass es Wildtiere sind, hat Hilfers im Laufe der Jahre gelernt. Das Freilegen der Nester gehört darum zu den alljährlich wiederkehrenden Arbeiten. Nun sind es jedoch dicke Äste, ganze Bäume und unzählige Nester verschiedener Größen, die Familie Hilfers wegräumen muss, damit auch 2018 wieder ein gutes Storchenjahr werden kann.

Störche bleiben ihrem Nistplatz treu. Ist ein Nest nur aus dem Baum gefallen, wird an derselben Stelle einfach ein neues gebaut. Fehlen jedoch tragende Äste oder der ganze Baum, sieht die Sache gleich ganz anders aus. Nicht jeder Baum ist für die Nester, die bis zu einer halben Tonne wiegen können, geeignet, sorgt sich Udo Hilfers etwas. Rückblickend ist er aber froh, dass sich die Anzahl der Störche in den letzten Jahren wieder so gut erholt hat und die Wesermarsch das Schwerpunktgebiet der Weißstörche von ganz Niedersachsen geworden ist.

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