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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Sie jagten „Die goldene Olga“

12.01.2019

Berne Sichtlich stolz halten Anke van Eijden-Scholman und ihr Ehemann Gert Scholman die große, goldgerahmte Urkunde in ihren Händen. Darauf abgebildet ist „Die goldene Olga“, eine besonders glückliche, goldene Milchkuh, die für nachhaltige Milchproduktion steht. Echte glückliche Milchkühe, jedoch klassisch in schwarz-weiß oder braun, hat auch das in Berne lebende Ehepaar. Nämlich genau 210 an der Zahl. Mit ihrem Milchviehbetrieb schafften es Anke van Eijden-Scholman und Gert Scholman nun unter die besten zwölf im Wettbewerb um den Milcherzeugerpreis in Niedersachsen.

Den Wettbewerb um die beste und am nachhaltigsten produzierte Milch gibt es bereits seit 18 Jahren. Die freiwillige Teilnahme ist an alle niedersächsischen Betriebe gerichtet, deren Hauptproduktion schwerpunktmäßig bei der Erzeugung von Milchprodukten liegt. Initiator des Ganzen ist die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen. Ihr Ziel ist es, aufzuzeigen, wie wichtig eine nachhaltige Produktion auch in der Milchwirtschaft ist. Mit dem Wettbewerb um „Die goldene Olga“ möchten sie dafür auch öffentliches Interesse wecken.

Anke van Eijden-Scholman und Gert Scholman nahmen bereits zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil. Beim ersten Mal – das war vor vier oder fünf Jahren – schafften sie es nicht auf einen der vorderen Plätze. Dass sie sich erst einige Jahre später erneut bewarben, hatte einen ganz einfachen Grund, wie die 57-Jährige erzählt: „Ich hatte an einem Tag im Sommer ausnahmsweise einmal richtig viel Zeit. Das ist bei der vielen Arbeit und den Tieren normalerweise nicht der Fall.“ Kurz entschlossen füllte sie die Unterlagen aus. Einen ganzen Tag hätte das gedauert.

In sechs Kategorien müssen die Milchviehbetriebe überzeugen. Dazu gehört eine verantwortungsvolle Betriebsführung ebenso, wie die Qualität der erzeugten Rohmilch. „Ist die Rohmilch bei der Überprüfung nicht in Ordnung, ist das ein absolutes K.O.-Kriterium“, weiß Gert Scholman. Außerdem überprüft werden der betriebswirtschaftliche Erfolg, ob ein vorbildlicher Tier- und Umweltschutz und ein hoher hygienischer Standard vorliegen sowie das soziale Engagement der Bewerber. „Wir wussten, dass wir in den geprüften Bereichen recht gut sind und wollten uns dem Wettbewerb noch mal stellen“, erinnert sich die Hofbesitzerin.

Im Juli 2018 reichten sie die Unterlagen ein. Dann hieß es warten, bis das Ehepaar schließlich erfuhr, dass sie es in die nächste Runde geschafft hatten. „Kurz darauf kamen zwei Prüfer zu uns und prüften unseren Betrieb auf Herz und Nieren. Sie waren unter anderem beim Melken dabei und sahen sich den Hof genau an“, erinnert sich Anke van Eijden-Scholman. „Die sind sehr streng. Wenn ihnen etwas nicht gefällt, gehen sie schon früh. Aber bei uns blieben die Prüfer den ganzen Tag“, freut sich Gert Scholman. Schließlich wurde das Paar mit den letzten verbliebenen elf Teilnehmern ins Kurhaus nach Bad Zwischenahn eingeladen. „Da wussten wir noch nicht, auf welchem Platz wir gelandet sind“, so Anke van Eijden-Scholman.

Unter die besten fünf haben es die Eheleute dann leider nicht geschafft. Traurig stimmt sie das aber überhaupt nicht. „Wir sind stolz, unter die besten zwölf gekommen zu sein“, sind sie sich einig. Auf welchem Platz sie genau gelandet sind, wissen beide nicht – ebenso wenig, wie die Zahl aller teilnehmenden Betriebe. „Die Plätze sechs bis zwölf sind zum Schluss alphabetisch geordnet worden“, erklärt die Hofbesitzerin.

Übrigens: den ersten Platz belegte der Betrieb Scholten-Meilink GbR aus der Grafschaft Bentheim. Neben einem Geldpreis erhielt er außerdem eine kleine „goldene Olga“ als Pokal.

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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