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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Klares Bekenntnis zum Standort Berne

27.07.2018

Berne Deutlich erweitern wird sich das Berner Unternehmen Fischer & Plath in den kommenden Monaten am Standort Industriestraße. Hier entstehen die neue Firmenzentrale und ein neues Logistikzentrum. Die dadurch frei werdenden Hallen am Standort Gansper Helmer werden angesichts der vollen Auftragsbücher allerdings als Lagerhallen weiter genutzt und benötigt: „Wir platzen aus allen Nähten“, begründet Inhaber Ralf Mertens die Erweiterung.

7,5 Millionen Euro wird sein Unternehmen in die Erweiterung stecken. Damit wird dann rund die Hälfte des Grundstückes an der Industriestraße bebaut sein, weitere rund 30 000 Quadratmeter bleiben für mögliche zukünftige Erweiterungen.

Förderung vom Land

Gefördert wird das Vorhaben auch vom Land Niedersachsen. Dr. Berend Lindner, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, überreichte Mertens am Donnerstag einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 750 000 Euro. Die Landesregierung unterstützt mit der einzelbetrieblichen Investitionsförderung Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei Investitionen in den strukturschwächeren Gebieten des Landes. Ziel ist es, das Einkommen und die Beschäftigung in diesen Regionen zu erhöhen und zu sichern und damit regionale Entwicklungsunterschiede abzubauen. Die Fördermittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

Unternehmen kontinuierlich gewachsen

Fischer & Plath ist nach eigenen Angaben der in Deutschland und Europa führende Hersteller und Zulieferer präziser metallischer Dichtungen für die Automobilindustrie und den Handel.

Der Umsatz des 1961 gegründeten Unternehmens beträgt rund 20 Millionen Euro im Jahr. Seit 1983 ist Ralf Mertens Inhaber. Das Unternehmen hat zur Zeit 130 Mitarbeiter, die gesamte Unternehmensgruppe mit Standorten in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg rund 200. Fischer & Plath stellt auf insgesamt rund 70 000 Quadratmetern Firmengelände – verteilt auf zwei Standorte in Berne – jährlich rund eine Milliarde Teile her. Rund 1000 Kunden aus aller Welt beziehen regelmäßig Produkte aus Berne.

Der Staatssekretär lobte das „überzeugende Konzept“. Die Investition sei sehr gut angelegt. Das Land unterstütze die mittelständische Wirtschaft gerne, damit Wachstum geschaffen wird.

Geplant hat Mertens die Erweiterung schon länger. Wegen dem weltweiten Krisenjahr 2009 – durch die das Unternehmen trotz eines zwischenzeitlichen Umsatzeinbruchs gut gekommen ist – hat er sie aber bisher zurückgestellt. Angesichts einer sehr gut laufenden Konjunktur und historisch tiefer Zinsen sei nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Mit der Erweiterung ist auch eine Aufstockung der Mitarbeiterzahl von derzeit 130 um 12,5 Stellen (darunter ein Auszubildender) geplant.

Gut ein Jahr Bauzeit

Im August sollen die Tiefbauarbeiten beginnen, Ende des Jahres der Rohbau stehen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2019 vorgesehen, dann erfolgt der Umzug: „Weihnachten 2019 wollen wir komplett hier sein“, meinte der Unternehmenschef. Der betonte allerdings, dass die Investition in Gebäude nur die Hülle sei. „Entscheidend ist der Raum, der geschaffen wird für Mitarbeiter, die Arbeit zum Wohl des Unternehmens und zum Wohl der Gemeinschaft haben. Entscheidend ist, was in den Köpfen passiert.“

Mertens lobte ausdrücklich die Unterstützung durch Gemeinde, Landkreis und Wirtschaftsförderung. „Das war nicht immer so.“ Dass Bürgermeister Hartmut Schieren­stedt den Bauantrag persönlich beim Landkreis eingereicht habe, sei für ihn ein sehr positives Signal der Verwaltung gewesen, etwas für die Wirtschaft tun zu wollen.

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Selbstbewusst werden

Die Förderung des Landes verschaffe dem Unternehmen nun etwas mehr Spielraum. „Das versetzt uns in die Lage, mehr in maschinelle Ausstattung zu investieren und die Gewinnung neuer Mitarbeiter vielleicht ein, zwei Jahre schneller abzuschließen“, so der Inhaber.

Beim Förderantrag unterstützt worden war Mertens von der Wirtschaftsförderung Wesermarsch. Ingrid Marten und Carolin Lange-Dwillies warben denn auch dafür, dass andere Unternehmen es ihm gleichtun und die Expertise der Wirtschaftsförderung in Förderangelegenheiten ebenfalls nutzen sollen: „Es ist wichtig, dass die Fördergelder in die Region fließen.“

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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