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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Interview: Beruf und Familie vereinbaren

19.02.2015

Frage: Frau Keller, wie sieht eine Teilzeitausbildung aus?

Keller: Es gibt zwei Formen von Teilzeitausbildungen, die sich in der wöchentlichen Stundenzahl unterscheiden. In der ersten Variante arbeiten die Azubis 25 bis 30 Stunden in der Woche. In der Regel verlängert sich die Ausbildungszeit bei dieser Variante nicht. Bei der zweiten Form arbeiten die Auszubildenden weniger als 25 Stunden wöchentlich. Dann verlängert sich die Dauer der Ausbildung um ein Jahr. Es kommt auch auf die Vorkenntnisse der Auszubildenden oder Umschüler an.

Frage: Aber bis auf die wöchentliche Arbeitszeit gibt es keinen Unterschied zu einer normalen Ausbildung?

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Keller: Nein, es ist eine ganz normale Ausbildung die im Betrieb und der Berufsschule absolviert wird. Die Ausbildung wird vergütet. Eventuell können Auszubildende auch eine Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. Eine Umschulung kann durch das Jobcenter finanziert werden.

Frage: An wen richtet sich diese Form der Ausbildung?

Keller: Vor allem an junge Mütter mit Kindern. Viele, die früh Kinder bekommen, sind mit der Ausbildung noch nicht fertig. Die Teilzeitausbildung soll Alleinerziehenden die Möglichkeit bieten, eine Ausbildung zu machen. Aber sie richtet sich auch an Menschen mit pflegebedürftigen Familienmitgliedern.

Frage: In welchen Berufen gibt es Teilzeitausbildungen?

Keller: Theoretisch ist eine Teilzeitausbildung in allen Berufen möglich. Aber natürlich muss das Konzept zu den Arbeitsabläufen passen. Wenn man zum Beispiel als Maler und Lackierer den ganzen Tag beim Kunden vor Ort arbeitet, wird es wahrscheinlich schwierig. Aber in Oldenburg wirbt eine Bäckereikette stark mit diesem Konzept. Wo ein Wille ist, ist also auch ein Weg.

Frage: Was müssen die Teilzeitauszubildenden beachten?

Keller: Die Kinderbetreuung ist trotz Teilzeitausbildung das A und O. Mit dem Kita-Angebot alleine kommen die jungen Mütter meist nicht aus. Eine Ausbildung ist trotz Teilzeit natürlich aufwendig. Die Azubis müssen schließlich auch Zeit zum Lernen haben, und die Berufsschultage sind meist in Vollzeit und dauern bis nachmittags. Da ist es gut, wenn man Unterstützung aus der Familie hat.

Frage: Wie wird das Konzept in der Wesermarsch angenommen?

Keller: Wir sind dabei, es weiter zu fördern. Es ist eine gute Sache, um Familie und Beruf zu vereinbaren, aber bei den Arbeitgebern wird das Konzept noch kritisch gesehen. Wenn sich Kandidaten direkt als Teilzeitauszubildende bewerben, bekommen sie meist eine Absage. Wir vom Jobcenter müssen die Arbeitgeber erst überzeugen. Auch die Handelskammer versucht, das Konzept in den Betrieben bekannt zu machen. Hilfreich ist es, wenn die Ausbildung aus einem Praktikum heraus entsteht. Wenn sich Arbeitgeber und Azubi schon kennen.

Frage: Welche Vorteile hat ein Arbeitgeber durch dieses Konzept?

Keller: Für den Betrieb ist die Teilzeitausbildung natürlich ein Image-Gewinn, von dem er profitieren kann. Und der Arbeitgeber bekommt motivierte Auszubildende, die auch dabei bleiben. Es sind verantwortungsbewusste Azubis mit hoher Sozialkompetenz.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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