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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bio-Hof bleibt in Familienhand

19.06.2017

Jade Er ist gerade einmal 22 Jahre alt und dennoch ist er verantwortlich für 125 Milchkühe. Sven Gramsch übernahm vor Kurzem den Hof seiner Eltern in Jade.

„Sie wollen aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten“, so der ausgebildete Landwirt, der von klein auf im elterlichen Betrieb mithalf. Mit der Hofübernahme geht für ihn ein Traum in Erfüllung.

Der Betrieb ist Teil der Bauerngemeinschaft „Hamfelder Hof“. Die Mitglieder setzen auf ökologische und nachhaltige Landwirtschaft.

„Wir verwenden beispielsweise keine chemischen Pflanzenschutzmittel für unsere Weiden“, erklärt Sven Gramsch. „Unsere Kühe bekommen auch keine Antibiotika, wenn sie krank sind, sondern homöopathische Mittel. Deshalb waren wir auch vom Milchpreisverfall nicht betroffen, da der Preis für Bioland-Milch höher liegt“, sagt er

Bei der Milchgewinnung setzt Sven Gramsch auf Qualität statt Quantität. Dafür züchtet er eine alte, fast schon ausgestorbene Rasse nach – das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind (DSN). „Im Gegensatz zum leistungsstärkeren Holstein-Rind sind die Kühe kleiner aber auch robuster“, so der Landwirt.

Zweimal am Tag werden die Kühe gemolken. Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind gibt etwa 8000 Liter Milch pro Jahr. Auch einige Schweine gehören zum Hof sowie seit Kurzem ein Westerwälder Kuhhund, der schon fleißig das Hüten übt.

Ein unübersehbares Merkmal der Kühe sind auch ihre Hörner, die auf dem Hof von Sven Gramsch – im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben – nicht abgesägt werden. „Da die Kühe bei uns überwiegend draußen auf der Weide stehen, haben sie genügend Platz, sich aus dem Weg zu gehen, so dass ein Verletzungsrisiko gering ist“, weiß der Landwirt.

Dass seine Milchkühe auch noch schön sind, beweisen die Schärpen und Preise, die Sven Gramsch bereits von verschiedenen Schauen mit nach Hause gebracht hat. Auch in diesem Jahr möchte er wieder mit einigen ausgewählten Schönheiten teilnehmen.

Für die Zukunft hat der Landwirt bereits einige Neuerungen geplant. Unter anderem soll das Stallgebäude modernisiert werden. Unterstützung erhält er von zwei Praktikanten und seiner Freundin.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
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