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Nordwest-Bahn soll für Ausfälle kräftig zahlen
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Aktualisiert vor 13 Minuten.

Nahverkehr In Der Region
Nordwest-Bahn soll für Ausfälle kräftig zahlen

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Weserfähre Blexen auf verlustreichem Kurs

07.12.2019

Blexen /Bremerhaven Die Weserfähre GmbH wird in diesem Jahr einen großen Verlust einfahren: voraussichtlich knapp 900 000 Euro. Deshalb werden die Seestadt Bremerhaven und die Stadt Nordenham als Eigentümer des Unternehmens aber nicht tiefer als veranschlagt in ihre Taschen greifen müssen.

Die Stadt Nordenham ist mit 25,1 Prozent an der Weserfähre GmbH beteiligt und muss mit diesem Anteil auch für Fehlbeträge aufkommen. Den großen Rest muss die Stadt Bremerhaven als Hauptgesellschafterin (74,9 Prozent) beisteuern.

Im Jahr 2018 belief sich das Minus auf statt veranschlagter 745 000 auf nur 300 000 Euro. Dadurch kann das Unternehmen jetzt die in 2019 höher als erwarteten Verluste auffangen, ohne dass Bremerhaven und Nordenham „nachschießen“ müssen.

Das haben Geschäftsführer Robert Haase und kaufmännischer Prokurist Jürgen Wissmann Donnerstagabend im Wirtschaftsausschuss des Nordenhamer Stadtrates mitgeteilt.

Ursache der positiven Finanzentwicklung in 2018: Das Fährunternehmen konnte mit der Versicherung der Reederei, deren Frachter den Fähranleger in Blexen beschädigt hatte, einen Vergleich erzielen. Demnach hat die Versicherung 93 Prozent der Schadenssumme von fast zwei Millionen Euro erstattet. Hätte die Versicherung den Beweis erbringen können, dass der Unfall des Frachters auf höhere Gewalt zurückzufahren war, hätte die Versicherung nichts zahlen müssen.

Die beiden Fährschiffe des Unternehmens, die 60 Jahre alte „Nordenham“ und die 20 Jahre alte „Bremerhaven“, waren nicht ganz stabil unterwegs. Die „Nordenham“ erhielt eine neue Steuerung. Beide Schiffe erhielten zudem neue Motoren.

Als erste Fähre an der deutschen Nordseeküste verkehrt seit Frühjahr dieses Jahres die „Nordenham“ mit umweltfreundlichem GTL-Kraftstoff auf der Passage zwischen Blexen und Bremerhaven. GTL (Gas-To-Liquids) ist bei seiner Verwendung in Verbrennungsmotoren völlig schwefelfrei und enthält weder aromatische Verbindungen noch organischen Stickstoffe. Im Herbst ist auch die „Bremerhaven“ umgerüstet worden.

Infolge der zeitweisen Ausfälle der Fährschiffe sank die Fahrgastzahl. In diesem Jahr beträgt sie bis Oktober 600 000. Bis Jahresende dürften 700 000 erreicht werden. 2018 waren es 731 000.

Jährlich nutzen etwa 220 000 bis 230 000 Personenwagen die Fährverbindung Blexen-Bremerhaven. Personenwagen sind der Hauptumsatzbringer. Der Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens beträgt 40 bis 50 Prozent. Konkurrent ist der Wesertunnel. Die Zahl der Lastwagen auf den beiden Fähren ist stark schwankend zwischen 9000 bis 10 000.

In den Sommermonaten ist der Andrang um ein Drittel stärker als im Rest des Jahres. Im Sommer nutzen viele Butjadingen-Touristen – besonders wenn es regnet – die Fähre nach Bremerhaven.

„Irgendwann“, so Geschäftsführer Robert Haase, werde sich das Fährunternehmen die Frage stellen müssen, ob wegen des hohen Alters von zurzeit 60 Jahren der „Bremerhaven“ die Fährgesellschaft nur noch mit einem Schiff auskommen muss. „Noch haben wir aber ein bisschen Zeit. Im Moment laufen beide Schiffe stabil.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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