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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bester Azubi kommt aus Blexer Talentschmiede

28.10.2017

Blexen Normalerweise dauert eine Ausbildung zum Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, dreieinhalb Jahre. Sebastian Ciszek hat sie in drei Jahren absolviert. Und er hat sie mit dem besten Prüfungsergebnis im ganzen Oldenburger Land abgeschlossen. Der Beste unter den Azubis im Einzugsbereich der Handwerkskammer Oldenburg kommt aus Norderseefeld und arbeitet bei der Firma Fechner in Blexen. Dieser Erfolg ist nicht nur für den frisch gebackenen Gesellen eine tolle Auszeichnung, sondern für den ganzen Betrieb.

Klar wird so etwas gefeiert. Bei Fechner in Blexen wurde deshalb am Freitagmittag der Grill angeheizt. Sebastian Ciszek hat in seiner Gesellenprüfung 89,04 Prozent erreicht. Und er ärgert sich sogar ein bisschen darüber. Schließlich fehlten ihm gerade einmal 2,96 Prozent zur Gesamtnote 1. Neben Sebastian Ciszek hat noch ein weiterer Fechner-Azubi außergewöhnlich gut abgeschnitten: André Gerken. Er war der Zweitbeste im Kammerbezirk.

Der kaufmännische Geschäftsführer Jan Pauls ist stolz auf seine Azubis. Die Auszeichnung ist für ihn auch eine schöne Bestätigung dafür, dass der Betrieb eine gute Ausbildungsarbeit leistet. Die Firma Fechner stellt jedes Jahr drei Auszubildende für den Beruf des Metallbauers ein, manchmal sogar mehr. In der Regel kommt alle drei Jahre ein Auszubildender für den Beruf des Feinwerkmechanikers dazu.

Sebastian Ciszek hat schon sein Schulpraktikum bei der Firma Fechner absolviert. Am Beruf des Metallbauers schätzt er vor allem die Vielseitigkeit. „Ich hätte keine Lust, in der Industrie zu arbeiten“, sagt der 20-Jährige, „das wäre mir zu langweilig.“

Zu den interessantesten Aufgaben in seiner Lehrzeit gehörte der Einsatz bei Premium Aerotec. In einem Mammutprojekt, das anderthalb Jahre dauerte, wurden 80 Tonnen Stahl für die Verstärkung einer Deckenkonstruktion in einer Werkhalle verarbeit. Das Gesellenstück des Stadlanders hatte natürlich andere Dimensionen. Sebastian Ciszek musste eine Hubvorrichtung bauen und dabei so ziemlich alle handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen, die der Beruf des Metallbauers erfordert: Zuschneiden, Entgraten, Bohren und Schweißen.

Der 20-Jährige hat jetzt die Möglichkeit, mit seinem Gesellenstück Landessieger, Bundessieger oder gar Weltmeister unter den Azubis seiner Zunft zu werden. Neben einem Pokal und einer Urkunde für den Sieg auf Kammerebene kann er sich schon jetzt über ein Stipendium freuen. Er bekommt einen Zuschuss von 7200 Euro für die Weiterqualifikation. Den will er auf jeden Fall nutzen, um seinen Meister im Metallhandwerk zu machen.

Jan Pauls freut sich darüber, dass sein Mitarbeiter diesen Schritt in Angriff nehmen will. „Die Aufträge, die wir bekommen, erfordern sehr hoch qualifiziertes Fachpersonal“, sagt der Geschäftsführer. Und die Anforderungen steigen stetig. Nach den Worten von Jan Pauls hat der Betrieb in Blexen keine Probleme, genügend Nachwuchskräfte zu finden. „Vielleicht hat es sich ja herumgesprochen, dass wir den jungen Leuten eine gute Ausbildung bieten“, mutmaßt er.

Fünf Kammersieger aus der Wesermarsch

Von A wie Anlagenbauer bis Z wie wie Zweiradmechaniker hat die Handwerkskammer Oldenburg jetzt ihre Sieger im praktischen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks geehrt. Präsident Manfred Kurmann gratulierte 37 Kammersiegern. „Die Leistungen waren spitze. Ich freue mich über so viele hoch qualifizierte Nachwuchskräfte“, sagte Manfred Kurmann in den Räumen des Bundestechnologiezentrums für Elektro- und Informationstechnik in Oldenburg. Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks rückt jedes Jahr die Qualität der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Handwerk in den Fokus.

Neben Sebastian Ciszek kommen noch weitere Kammersieger aus der Wesermarsch: Onno Falko Hommers, Dachdecker (Heiko Stallkamp GmbH, Stadland), Dustin Böning, Elektroniker, Fachrichtung Automatisierungstechnik (Elektrotechnik Janssen GmbH, Nordenham), Jannik Körber, Straßenbauer (Garten- und Landschaftsbau Kreye GmbH & Co. KG, Ganderkesee) und Viktoria Zucker, Zahntechnikerin (Vareler Dentaltechnik Buchholz und Teßmer GmbH & Co. KG, Varel).

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