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Naturschutz: Unterstützung für Wild und Insekten

03.05.2021

Blexen Hege und Pflege in ihren Jagdrevieren ist für Jäger mehr als eine Pflichtaufgabe. Aus diesem Grunde tauschten jetzt die im Jagdbezirk Blexen/Schweewarden beheimateten Mitglieder des Hegerings Nordenham die Flinte gegen den Spaten. An verschiedenen Stellen des 720 Hektar großen Reviers pflanzten sie 15 Apfelbäume und Büsche. Damit sollen die Lebensbedingungen für das Wild (Äpfel) und für die Insekten (Blüten) verbessert werden. Die Aktion soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Initiiert und geleitet wurde die Umweltmaßnahme von Jagdleiter Gerold Böschen aus Volkers. Er hatte die Baumpflanzen auch besorgt. Eingepflanzt wurden sie nach Absprache als einzelne Gehölze mit einem Mindestabstand von 100 Metern von Häusern und Straßen. Die Jäger, teilweise durch drei Generationen vertreten, übernehmen auch die Pflege der Pflanzen.

Wildbestand wächst

Wie Gerold Böschen berichtete, hatte die Corona-Pandemie auch Folgen für die Jagd in der vergangenen Saison. Es waren größtenteils nur Einzeljagden auf Fuchs, Krähen, Gänse und Tauben erlaubt. Auf seine mittlerweile 55-jährige Jagdtätigkeit zurückblickend, hat er eine deutliche Zunahme des Wildbestandes festgestellt.

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Wildgänse überwintern zu Tausenden in der Region. Eine deutliche Vermehrung der Rabenvögel sorge nicht nur in Stadtgebieten, sondern auch auf den Höfen für viel Unruhe.

Dank der starken Bejagung des Fuchses habe der Hasenbesatz wieder gut zugenommen. Dabei werden die Jäger im Vogelschutzgebiet von einem Berufsjäger unterstützt, um die Wiesenvögel zu schützen.

Auch das Rehwild vermehre sich, weil es sich in den Brackflächen der Industrie und in verwilderten Kleingärten an den Menschen gewöhnt habe, so Gerold Böschen. Die Rehwildbejagung erfolge zudem nur in Maßen an der Bundesstraße, um Wildunfälle zu vermeiden.

Jungtauben fallen ein

In seinem Jagdbezirk habe die Jungtaubenjagd eine besondere Bedeutung. Zur Getreidereife im Juli/August kommen diese Vögel zu Hunderten über die Weser und fallen in den Feldern ein, wo sie große Fraßschäden anrichten.

Außenstehende könnten meinen, dass die Gänsejagd im Vordergrund stehe, was gemäß den Abschusszahlen aber nicht der Fall ist, erläuterte Gerold Böschen. Die Gründe dafür sind, dass die Mehrzahl der Gänse nicht zum jagdbaren Wild gehört und das Revier größtenteils im Vogelschutzgebiet liegt, was mit zeitlichen Einschränkungen für die Wasserwildjagd verbunden ist.

Auch bei der Krähenjagd sind den Jägern die Hände gebunden. Auch wenn sich viele Bürger den Abschuss der sie belästigenden Vögel wünschen, sei dies nicht möglich. Gemäß Gesetz dürfen nur Rabenkrähen bejagt werden, während die lästige Saatkrähe ganz streng geschützt ist, machte Gerold Böschen deutlich und trat damit einem Unverständnis mancher Bürger entgegen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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