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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Braker St.-Bernhard-Hospital will expandieren

05.02.2019

Brake Im November sei den Hospital-Beteiligten bewusst geworden, dass das, was getan werde, gut für die Gegenwart sei. Aber in fünf Jahren sehe es anders aus. Dann seien die getätigten Umbauten zu klein.

Ungeachtet der Diskussion, ob das Land Niedersachsen nun doch zwei Krankenhäuser in der Wesermarsch fördern werde, stellte der Geschäftsführer des St.-Bernhard-Hospitals die Pläne für eine medizinische Weiterentwicklung und Investitionsvorhaben vor. Das Hospital sei zu 100 Prozent eine Braker Gesellschaft. Für die geplanten Maßnahmen mehr als 12,1 Millionen Euro selbst in die Hand zu nehmen, sei allerdings nicht möglich. „Wir haben keinen Konzern in der Hinterhand“, so Ingo Penner. Seit 2008 schreibe das Hospital ununterbrochen schwarze Zahlen. „Wir sind in Brake verwurzelt, unser Standort ist Brake“, betonte Info Penner. Und Brake soll auch der Standort bleiben.

Was dem Geschäftsführer unter den Nägeln brennt, ist die Parkplatzsituation, die endlich geregelt werden muss. Laut Ingo Penner soll die Fläche beim Alten Gymnasium aktiviert werden. Das ehemalige Gymnasium samt Schulhof war im Frühjahr 2017 gekauft worden. Im Rat stellte der Geschäftsführer des Hospitals nun einen ersten Entwurf vor, wie Gebäude und der Parkplatz gestaltet werden könnten. Vorgesehen seien 170 bis 180 Stellplätze. Ein Bebauungsplan müsse aufgestellt werden, das koste Zeit. „Der Wildwuchs in den Straßen muss aufhören“, bekräftigte Ingo Penner.

Im Gebäude selbst soll eine Nephrologische Praxis einziehen und auch an Räumlichkeiten für die ambulante Dialyse ist gedacht. Weitere Leistungsangebote wie eine Rheumatologie und eine Strahlentherapie sollen nach Brake geholt werden. Die Aula im Obergeschoss müsse modernisiert werden und könnte für Vorträge und Kongresse genutzt werden. Im Obergeschoss könnte eine Wohngruppe für Patienten eingerichtet werden.

Am Neubau eines zweiten Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) an der Claußenstraße/Ecke Ulmenstraße wird festgehalten. Auf dem Grundstück – die Gebäudefläche beträgt 400 Quadratmeter – soll ein dreigeschossiges Ärztehaus mit Dachgeschoss, ähnlich dem bestehenden MVZ, entstehen. Die ambulante und stationäre Behandlung sollen weiter verzahnt werden.

 Die derzeit angeschobenen Baumaßnahmen (Zentralsterilisation, Stationssanierung, Palliativstation und zentrale Notaufnahme) mit einem Investitionsvolumen von etwa 5 Millionen Euro erfolgen nach den Worten von Ratsherr Reiner Gollenstede (Wählergemeinschaft Brake) ausschließlich aus Eigenmittel oder sind Darlehensfinanziert. Bauliche Maßnahmen seien nach Krankenhausrecht grundsätzlich eigentlich vom Land zu tragen. Die Mitarbeiter des Krankenhauses hätten bislang diesen Kurs solidarisch mitgetragen.

Das St.-Bernhard-Hospital behaupte sich seit Jahren in einem schwierigen Umfeld und sei auch noch in der Lage, im laufenden Bestand zu renovieren – unter schwierigen Bedingungen für Mitarbeiter und Patienten – aus Mitteln, die eigentlich nach dem dualen Prinzip der Krankenhausfinanzierung für den laufenden Betrieb vorgesehen seien, so Reiner Gollenstede, der Vorstandsmitglied des Fördervereins des St.-Bernhard-Hospitals ist. Dieses Krankenhaus habe sich in seinen Kompetenzfeldern Inneres und Chirurgie seine Marktnischen gesucht und gefunden.

St. Bernhard plant ein zweites Kompetenzzentrum

Seit dem 1. Oktober 2016 hat das St.-Bernhard-Hospital in Brake folgende Organisationsstruktur: An der Spitze der Stiftung St.-Bernhard-Hospital stehen der Stiftungsvorstand, der aus dem Ortspfarrer, zurzeit ist das Gregor Stratmann, und dem Geschäftsführer des Hospitals, Ingo Penner, besteht. Der Stiftungsrat besteht aus vier Mitgliedern der katholischen Gemeinden Brake, Elsfleth und Ovelgönne. Die Stiftung wird vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta beaufsichtigt. Zu 100 Prozent der Stiftung angehörend sind sowohl die St.-Bernhard-Hospital gemeinnützige GmbH als auch die Braker Wirtschaftsdienste GmbH.

Medizinisch möchte sich das St.-Bernhard-Hospital weiterentwickeln. Folgende Punkte stehen auf der Agenda des Krankenhauses:
 Erweiterung des Spektrums Unfallchirurgie/Orthopädie;
 Eröffnung einer Gefäßchirurgie;
 Erweiterung der Kardiologie;
 Zertifizierung Darmzentrum;
 Zertifizierung Adipositaszentrum;
 Digitalisierung, unter anderem „Mobile Visite“. Laut Ingo Penner „honorieren“ Krankenkassen positive Entwicklungen allerdings mit einem Erlösabschlag von 35 Prozent (im Jahr der Entstehung sowie den beiden Folgejahren).

Mehrere Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren investiert werden:
  Der Neubau der Zentralsterilisation des St.-Bernhard-Hospitals schlägt dabei mit 800 000 Euro zu Buche;
  in die Modernisierung der Stationen sollen 3,5 Millionen Euro fließen;
 der Neubau der zentralen Notaufnahme ist mit 800 000 Euro veranschlagt;
 die Fläche „Altes Gymnasium“ soll für 4 Millionen Euro entwickelt werden. Darin enthalten sind die Schaffung von Parkplätzen, die Dialyse, eine Nephrologische Praxis sowie eine Onkologische Tagesklinik.
  Für den Neubau des Kompetenzzentrums II an der Claußenstraße sind 3 Millionen Euro eingeplant. Alles in allem sind Eigenmittel von 12,1 Millionen Euro veranschlagt worden.

Weitere Vorhaben, die eventuell förderfähig sein könnten, sind der Neubau des Operations-Traktes, die Erweiterung der Endoskopie, die Erweiterung der Radiologie sowie die Restrukturierung der Zufahrt für den Rettungsdienst. Das Investitionsvolumen für diese Maßnahmen liegt bei 10 Millionen Euro.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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