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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Corona-Epidemie: Vorbereitungen auf den Fall der Fälle in der Wesermarsch

11.03.2020

Brake Auch bis Dienstagabend gab es noch keinen Corona-Fall in der Wesermarsch. Erste Veranstalter reagieren aber bereits und sagen geplante Termine ab. Immerhin: Großveranstaltungen stehen in nächster Zeit nicht an.

Verwaltung

Das Gesundheitsamt beobachtet die Entwicklung und wird „auf Grundlage der jeweiligen Situation die notwendige Entscheidung treffen“. Die Entwicklung der kommenden Wochen und Monate sei derweil nicht vorhersehbar. Der geplante Besuch einer Jugendgruppe aus der russischen Partnerstadt Woronesch in den Osterferien wurde von russischer Seite abgesagt.

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Um die Diagnostik möglicher Corona-Infektionen an Schwerpunkten zu konzentrieren, ist das Gesundheitsamt des Landkreises im Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung, die für die ärztliche Besetzung einer solchen Zentralstelle zuständig ist.

„Keine besonderen Maßnahmen“ gibt es bisher bei der Stadt Brake. Man stehe in engem Kontakt mit dem Landkreis, so Bürgermeister Michael Kurz. Die nächste bekannte Reise einer größeren Gruppe aus Brake ist für den Mai nach Zwiesel geplant – und werde derzeit nicht infrage gestellt. Ebenso wenig die Aktion „Brake räumt auf“ am 25. April. Kurz: „Wir reagieren mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit unter Berücksichtigung der allgemein gültigen Hygienehinweise.“

Seniorenangebote

„Gegenwärtig haben wir keine Veranstaltungen abgesagt oder Einrichtungen geschlossen“, sagt Stefan Greiber vom Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Wir beobachten die Lage sehr intensiv und stehen in ständigem Kontakt mit unserer Regionalbereitschaft, der Bundesgeschäftsstelle und den zuständigen Institutionen wie Gesundheitsamt.“ Alle Mitarbeitenden würden umfassend informiert. Besondere Hygienemaßnahmen gebe es weder in der Tagespflege in Nordenham noch in der Lebensmittelausgabe „Radieschen“ in Berne; beide Einrichtungen hätten bereits ausreichende Hygiene- und Desinfektionspläne. In den Nachbarschaftstreffs Brake und Lemwerder gebe es zusätzliche Stationen mit Desinfektionsmitteln für Besucher.

Wirtschaft

Bei der Braker Spedition L.I.T. gelten – neben den normalen Vorsichtsmaßnahmen zu Grippezeiten – „verschärfte Regeln“. So verzichte man auf größere Meetings, ebenso auf Reisen, Besuche bei Kunden und Herstellern, teilt Simeon Breuer, Geschäftsführer der L.I.T. Speditions GmbH, mit. Für den „Fall der Fälle“ werden „Home Office“ für möglichst viele Mitarbeiter vorbereitet.

Die drei Mitarbeiter in den beiden norditalienischen Büros arbeiteten schon von zu Hause aus. „Die Situation ist für sie sehr belastend.“ Lieferungen von und nach Italien seien möglich, so Breuer. Auch gebe es den Bedarf. Derzeit sei die Herausforderung, Fahrer für diese Touren zu finden. Da sei viel Aufklärung und Überzeugungsarbeit zu leisten.“

Ähnliche Maßnahmen gelten auch bei Rehau. Hier sind etwa Dienstreisen in und aus durch das Robert Koch Institut benannte Risikogebiete bis auf Weiteres untersagt, teilt Stefan Zander, Head of Health Safety Environment von Rehau, mit. Kolleginnen und Kollegen, die aus Risikogebieten zurückkehren, sollen für 14 Tage von zu Hause aus arbeiten. Bahn-, Bus- und Flugreisen innerhalb Europas seien bis auf Weiteres untersagt. Geschäftstermine werden in nächster Zeit vermehrt über digitale Kanäle, zum Beispiel als virtuelle Konferenzen, vorgenommen.

Kirche

Ob und welche Maßnahmen in der Kirchengemeinde Brake getroffen werden, wird täglich neu bewertet, berichtet Dirk Jährig. Nach Auskunft des geschäftsführenden Pfarrers gibt es noch keine Pläne, Veranstaltungen aus Sorge vor einer Verbreitung der Krankheit abzusagen. Auch die Gottesdienste in den Braker Kirchen finden wie gewohnt statt. „Aber wir überlegen immer wieder neu“, berichtet Jährig. Schließlich könne sich die Situation täglich ändern.

Touristik

„Es gab noch keine Stornierungen – zumindest sind uns noch keine bekannt“, meint Tina Tönjes, Leiterin der Touristikgemeinschaft Wesermarsch. Auch bei den Buchungen der vermittelten Unterkünfte gebe es keinen Rückgang: „Es wird auch nicht unbedingt vorsichtiger gebucht.“ Es seien für die Osterferien zwar noch Betten frei. „Das ist aber auch noch ein paar Wochen hin“, so Tönjes.

Auch beim Brake-Verein ist noch nicht bemerkbar, dass sich die Epidemie auf den Tourismus in der Wesermarsch auswirkt, berichtet Ina Niestaedt. „Unsere Touristinfo ist weiterhin zahlreich besucht“, meint die Geschäftsführerin.

„Wir beobachten die Situation genau“, erklärt Tönjes weiter. Es sei zwar Thema, man habe aber bis jetzt keine Veranstaltungen abgesagt. Sowohl Tönjes als auch Niestaedt betonen zudem, dass es sich in Brake dabei um eher kleine Veranstaltungen handle. Die kommenden Veranstaltungen, auch der Anfang Mai beginnende Musiksommer Wesermarsch, würden zunächst normal geplant, bestätigten beide. Tönjes: „Man weiß ja noch überhaupt nicht: Ist der Virus im Mai noch so akut?“

Krankenhaus

Offenbar halten sich die Menschen an den Rat, im Zweifel zunächst ihre Hausärzte anzusteuern. Bis jetzt gebe es niemanden, der sich aus Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet habe, heißt es aus dem St.-Bernhard-Hospital. Aus Sicherheitsgründen vor allem den stationären Patienten gegenüber, hat das Krankenhaus aber den für kommende Woche (17. März) geplanten Vortrag über Hallux Valgus von Dr. Lars Heide abgesagt und auf einen späteren Termin verschoben.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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Jana Wollenberg Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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