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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Im Wesermarsch-Nahverkehr wird einiges anders

31.07.2018

Brake /Elsfleth Schon beim ersten Blick wird deutlich, dass sich etwas ändert: Ab dem 1. August werden die (allermeisten) Linienbusse in der südlichen Wesermarsch keine rote Fahrzeugfront mehr haben, sondern eine blaue. Für zehn Jahre hat der Firmenverbund Gebken & Gerdes die Konzession für das so genannte Linienbündel Süd im Landkreis erhalten – und sich in der europaweiten Ausschreibung gegen vier weitere Unternehmen durchgesetzt. Damit werden alle Linien, die die Städte Brake und Elsfleth sowie die Gemeinden Lemwerder, Berne, Jade und Ovelgönne sowie Teile von Stadland bedienen, von Bussen des Elsflether Unternehmens oder seiner Subunternehmer angefahren – mit einer blauen Fahrzeugfront.

Da es aber nicht bei optischen Neuerungen bleibt, sondern die Übernahme des Personennahverkehrs und der Schülerbeförderung von Weser-Ems-Bus auch Fahrplanänderungen mit sich bringt, rät Reiner Bick allen Fahrgästen, vor allem auch Schülern und Eltern einen Blick auf die neuen Fahrpläne. Eine Übersicht, so der stellvertretende Geschäftsführer des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN), finde sich im Internet unter www.landkreis-wesermarsch.de sowie unter www.gebken-gerdes.de.

90 Prozent der Busse seien barrierefrei, betont Busunternehmer Lutz-Rainer Gebken; Vorgabe vom ZVBN seien 50 Prozent. 15 neue – mit Klimaanlage versehene – Busse hat er angeschafft, 20 weitere erneuert. Vier Busse von 15 Metern Länge sind zur Beförderung auf Linien mit hohen Fahrgastzahlen gedacht. Eine davon bedient der „Wesersprinter“ (Linie 440). 1200 bis 1300 Menschen nutzen die Linie von Oldenburg über Brake nach Nordenham oder Bremerhaven mittlerweile täglich. Alle Fahrzeuge sind in die VBN-Echtzeitinformation eingebunden – im Bus oder in der VBN-App sind eventuelle Verspätungen so jederzeit sichtbar. „Wir heben den Nahverkehr im Süden der Wesermarsch auf ein neues Niveau“, sagt Stefan Bendrien, beim ZVBN für den Bereich Planung und Qualität zuständig. Im Norden soll das im kommenden Jahr folgen.

Änderungen gibt es auf etlichen Linien: So sei etwa die 431/432 von Seefeld über Jaderberg nach Ovelgönne optimiert worden, die Taktung beim „Wesersprinter“ (440) weiter verbessert, der „Deichläufer“ (450) samstags häufiger und künftig auch sonntags unterwegs sowie die Linie 460 Oberhammelwarden-Elsfleth-Oldenburg verbessert worden, nennt Gebken Beispiele. Sämtliche Fahrpläne seien geprüft worden, so Bendrien, Fahrzeiten und Fahrwege dem Bedarf angepasst.

Insgesamt werden von Gebken & Gerdes jährlich rund 1,75 Millionen Fahrplankilometer auf den Linien erbracht. Vom Landkreis gibt es dafür rund 2 Millionen Euro. 18 neue Fahrer hat Gebken eingestellt und geschult.

Obwohl Planung und Vorbereitung „sehr intensiv“ gewesen seien, könne es sein, dass nachgebessert werden müsse, so Gebken. Das gelte vor allem für die Schülerbeförderung: „Wir kennen die Ströme der Schüler, die neu dazu kommen ja noch nicht.“ Rund 5500 Schüler fahren täglich in der Wesermarsch mit dem Bus. Spätestens Ende August soll alles reibungslos laufen. Während der Startphase gibt es Informationen beim Landkreis (Telefon  04401/927329) und bei Gebken & Gerdes  (Telefon  04404/98800). 

Erfahrung bringt Gebken jedenfalls mit: Als Subunternehmer hat der Elsflether, der den Busbereich des Familienbetriebs 1992 übernommen hat, in den vergangenen Jahren viele Linien bedient. Künftig wird er selber einige an Gerdes, Wiards und Hutfilter weitergeben.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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