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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Radioaktiver Abfall ist hier fehl am Platze“

17.02.2018

Brake Der das Kernkraftwerk Unterweser betreffende Zeitungsbericht „Rückbau soll im Frühjahr beginnen“, NWZ vom 7. Februar, enthält Ausführungen, die den Schluss zulassen, dass im Zuge des Rückbaues dieser Anlage anfallender leicht radioaktiv belasteter Abfall unter anderem auch auf der Abfall-Deponie in Brake-Käseburg für eine Ablagerung (oder Zwischenlagerung) in Betracht kommen kann. Darauf weist Walter Erfmann, Vorsitzender der UW-Kreistagsfraktion Wesermarsch, hin.

Die UW-Kreistagsfraktion fragt nun, ob die Annahme richtig ist, dass die Abfall-Deponie in Brake-Käseburg bei der Suche nach Lagerstätten für radioaktiv belasteten Abbruchabfall eine Rolle spielt?

Es müsse allen Verantwortlichen bewusst sein, dass am jetzigen Standort in Brake-Käseburg selbst eine Deponie zur Ablagerung von nur Hausmüll – für diese Aufgabenstellung ist sie seinerzeit geplant, gebaut und in Betrieb genommen worden – heute überhaupt keine Chance zur Genehmigung haben würde. Deshalb sei der Bau und Betrieb einer Biogasanlage auf dem Deponiegelände mit den davon ausgehenden Beeinträchtigungen schon als große Rücksichtslosigkeit gegenüber der Stadt und ihrer Einwohnerschaft empfunden worden. Wegen der Nähe zur städtischen Wohnbebauung war diese damalige Standortbestimmung für eine Biogasanlage eine Fehlentscheidung. Das habe sich im Nachhinein klar bestätigt.

Denn immerhin sei es erforderlich gewesen, die ursprüngliche Planung zu überarbeiten mit dem Ziel, die von der Anlage ausgehenden Beeinträchtigungen jedenfalls einigermaßen in Grenzen halten zu können.

Auf Grund dieser Erfahrungen mit der Biogasanlage ist es aus UW-Sicht nicht zu verstehen und unverantwortlich, wenn heute auch nur überlegt wird – hoffentlich aber noch nicht entschieden ist –, in Nähe zu Wohngebieten der Stadt auf der Deponie in Brake-Käseburg sogar eine Lagerstätte für leicht radioaktiven Abfall aus einem Kernkraftwerks-Rückbauprojekt einzurichten und zu betreiben.

Dabei ist zu berücksichtigen: Die von dieser Lagerstätte ausgehenden Beeinträchtigungen und Gefahren für Mensch und Tier seien im Vergleich zur Biogasanlage weitaus größer einzuschätzen. Für die UW-Fraktion stellt sich die Frage, was der Stadt Brake und ihren Einwohnern noch alles zugemutet werden soll.

Durch die Biogasanlage habe die Stadt bereits hinnehmen müssen, ein Stück ihrer Attraktivität als Wohnstandort zu verlieren. Diese Situation würde sich dramatisch verschärfen, wenn jetzt an der gleichen Stelle auch noch radioaktiv belastete Abfälle gelagert werden sollten. Das könne keiner wollen. Es würde jeder vernünftigen Stadtentwicklung und den aktuellen Standards des deutschen Umweltrechts widersprechen.

Die Stadt Brake ist darauf angewiesen, allseitig Unterstützung zu erfahren für die Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit. Diese Forderung richtet sich gerade auch gegen den Landkreis, dessen Aufgabe es ist, die Weiterentwicklung seiner Kreisstadt nach Kräften zu fördern und mit allen zulässigen und geeigneten Mitteln mitzuhelfen, dass jegliche Vorgänge, die die Zukunft der Stadt beeinträchtigen könnten, von ihr ferngehalten werden.

Die UW-Fraktion fordert deshalb, dass die Abfalldeponie in Brake-Käseburg nicht Standort für radioaktiv belasteten Abfall werden darf.

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Kernkraftwerk Unterweser

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