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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Erwachsenenbildung: Minister voll des Lobes – nicht nur für die Cafeteria

05.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-05T09:45:52Z 280 158

Erwachsenenbildung:
Minister voll des Lobes – nicht nur für die Cafeteria

Brake Geld hat der Finanzminister keines da gelassen. Ein dickes Lob aber schon: „Eine Cafeteria, die deutlich über der Kantine des Finanzministeriums liegt“, könne die Kreisvolkshochschule (KVHS) in Brake vorweisen, betonte Peter-Jürgen Schneider (SPD) am Ende seines Besuches. Der diente am Montagnachmittag vor allem der Information und dem Stillen des Interesses, was seine Minister-Kollegen in Hannover mit dem Etat für die Erwachsenenbildung unter anderem finanzieren.

Und dabei sei der Standort Brake durchaus ein Vorzeigestandort: „ganz beeindruckend“ und „sehr beachtlich“ stehe eine Einrichtung da, die vor nicht einmal 20 Jahren kurz vor dem Aus gestanden habe. Und dabei sei die Erwachsenenbildung für die Entwicklung der Wirtschaftsstruktur ganz wichtig.

Ein Lob, in das SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann einstimmte: „Wir haben hier ein Top-Team, auch und vor allem im Auffinden von Projekten.“

Wie wichtig diese sind, machte KVHS-Leiterin Ulrike Michalzik anhand einiger Zahlen deutlich: Auf der Einnahmenseite – 2016 insgesamt rund fünf Millionen Euro – entfallen nur noch rund vier Prozent auf den klassischen Bereich. 79 Prozent der Einnahmen entstammen hingegen Drittmitteln wie durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Projekten. 325 000 Euro kamen 2016 zudem vom Land, 300 000 Euro vom Landkreis (jeweils sechs Prozent).

Die Entwicklung der vergangenen Jahre machte ein Vergleich deutlich: Waren 1999 noch 95 Prozent aller Angebote (8000 Unterrichtsstunden) den klassischen VHS-Kursen zuzuordnen und fünf dem Bereich der beruflichen Qualifikation, entfielen 2016 auf den klassischen Bereich noch 40 Prozent, 60 auf die Qualifikation für den Beruf.

Daran machte Ulrike Michalzik zugleich ein Problem deutlich: „In der Erwachsenenbildung sind wir sehr stark von den Rahmenbedingungen abhängig.“ Das erschwere eine langfristige Planungen extrem. „Da wünschen wir uns mehr Langfristigkeit.“

Aktuell stehe bei der KVHS die räumliche Veränderung in Nordenham an erster Stelle. Hier werde eine „Win-Win-Situation“ angestrebt, erklärte Dr. Claudia Schütze. Gesprochen werde über die Wiederbelebung eines nicht mehr genutzten öffentlichen Gebäudes. Und für eine Finanzierung würde man das Land gerne mit ins Boot holen. Kontakte mit der Landesvertretung sind bereits geknüpft.

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