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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Fähre: Fünf Kapitäne sollen es richten

23.01.2018

Brake Die Guntsiet muss weiterfahren. Darüber waren sich die Vereinsmitglieder der Inselfreunde Harriersand bei ihrer Sitzung im Dezember einig. Auch die Stadt Brake hat als Besitzerin der Guntsiet Interesse daran, kann den Betrieb aber nicht leisten und hat einen neuen Betreiber gesucht. Fast einstimmig haben die Inselfreunde beschlossen, den Fährbetrieb übernehmen zu wollen. Der Vorstand hat daher einen Vertrag zwischen Stadt und Verein ausgearbeitet. Über das so ausgedrückte Vertrauen in den Inselrat zeigt sich der 1. Vorsitzende Wilfried Müller sehr erfreut.

Ein wichtiger Grund für Bewohner und Besucher: Ohne die Fähre gäbe es wohl ein Verkehrschaos auf Harriersand. „Die Parkplatzsituation auf der Insel ist schwierig – denn es gibt fast keine Parkplätze“, sagt Wilfried Müller. „Wenn alle Leute mit dem Auto kommen, dann platzt die Insel aus allen Nähten.“ Das Ziel des Vereins ist erst einmal, die Guntsiet kostendeckend zu betreiben. Hier sieht Wilfried Müller auch einen klaren Vorteil der Inselfreude: „Der Verein muss keinen Gewinn erzielen. Bei einer schwarzen Null hat es sich für uns schon gelohnt.“ Falls es einen Gewinn gibt, soll dieser als Rücklage für die Fähre dienen.

Dieckmann ist dabei

Die Nachfolge von Kapitän Eberhard Dieckmann ist bereits geklärt: „Insgesamt haben wir fünf Kapitäne“, sagt Wilfried Müller. Manche seien Rentner, die gern noch ein wenig weiter arbeiten würden. Einer davon ist – Eberhard Dieckmann. Der Kapitän hat die Fähre 35 Jahre gesteuert. Nun wird er die Aufgabe nicht mehr allein stemmen. Eberhard Dieckmann hat jede Menge Erfahrung gesammelt „und die gibt er auch weiter“.

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Mit der neuen Regelung muss dann nicht ein Kapitän jeden Tag und den ganzen Tag am Steuer stehen. Und wenn mal einer ausfällt gebe es immer jemanden, der einspringen kann.

So ist die Kapitänsfrage vorerst geklärt. Langfristig wünscht sich der Verein aber auch einen jüngeren Kapitän, der lange dabei bleibt: „Eventuell lassen wir sogar selbst jemanden ausbilden.“

Der Inselrat möchte ein paar Veränderungen im Fährbetrieb vornehmen. Der Fahrplan bleibt zunächst wie gehabt. Lediglich die Fähre um 13 Uhr fährt nicht mehr jeden Tag. Wilfried Müller kann sich allerdings auch andere Zeiten vorstellen. „Wenn das Wetter schön ist, könnten ja auch noch später am Abend Überfahrten stattfinden.“ Früher habe es auch häufig Tanz- und andere Abendveranstaltungen auf Harriersand gegeben. „Falls es das irgendwann wieder gibt, könnte ich mir vorstellen, dass die Guntsiet auch nachts fährt.“

Wilfried Müller hofft auch auf Badegäste aus Brake und Umgebung. Im vergangenen Jahr wurde Sand aufgespült. Diese notwendige Sicherungsmaßnahme hat den positiven Nebeneffekt eines schönen Sandstrands.

Ansonsten sagt Wilfried Müller: „Die Preise wurden seit zehn Jahren nicht mehr erhöht, die wollen wir etwas anpassen.“ Das sei nötig für die Kostendeckung. „Aber ich glaube, da kann jeder gut mit umgehen.“

Auch die Beschilderung möchte der Inselrat angehen. Wilfried Müller habe schon häufig gehört, dass Touristen die Guntsiet nicht so leicht finden, weil sie zum Hafen und nicht zur Kaje fahren. Er wünscht sich eine bessere Beschilderung, gerne auch an den Weser-Radwegschildern. Von den 8000 Fahrradfahrern, die 2017 mitgefahren sind, seien 4000 Touristen gewesen. „Wenn die durch die Innenstadt geleitet werden, hätten die Geschäfte auch was davon.“

Stadtrat stimmt ab

Noch ist das alles nicht in trockenen Tüchern. Anfang Februar muss der Stadtrat über den Vertrag abstimmen. Wenn der Rat zustimmt, sind noch einmal die Mitglieder gefragt, ob auch sie mit den Konditionen einverstanden sind. Dann muss es zügig weitergehen, denn ab Ostern soll die Guntsiet wieder fahren. Und vorher muss noch einiges erledigt werden, etwa Verträge mit den Kapitänen aufsetzen und Karten drucken. Wilfried Müller blickt optimistisch auf die Ratssitzung, denn: „Wenn die Inselfreunde den Betrieb nicht weiterführen, wird die Guntsiet wohl nicht mehr fahren.“ Und dass das keiner möchte, davon ist er überzeugt.

Manuela Wolbers Redakteurin / Online-Redaktion Ostfriesland
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