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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Faire Woche In Brake: Wie Plastik in die Meere kommt

27.09.2019

Brake Über „Plastik im Meer – Vom genialen Werkstoff zum globalen Umweltproblem“ referierte Rosanna Schöneich-Argent, Doktorandin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, im Ratssaal der Stadt Brake. Die Stadt Brake im Rahmen der Fairen Woche zu diesem Vortrag eingeladen.

Zunächst berichtete Rosanna Schöneich-Argent, dass Plastik der Oberbegriff für zahlreiche Kunststoffe sei. Die Referentin geht davon aus, dass in 2018 mehr als 350 Millionen Tonnen Plastik produziert wurden. Künftig werde die Produktion weiter ansteigen. In dem Maße in dem die Produktion steige, werde auch der Plastikmüllberg weltweit ansteigen. Bisher wiege dieser etwa 80 Millionen Tonnen.

Wie Schöneich-Argent ausführte, gelangt das Plastik auf mehreren Wegen in die Meere. Ursächlich seien hier vor allem offene Mülldeponien, die Agrarwirtschaft, Produktionen auf See, Kreuzfahrtschiffe und Ölplattformen als auch der Reifenabrieb.

Der Plastikmüll im Meer bleibt nicht in seiner ursprünglichen Form, sondern wird durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlen, Hitze, Sauerstoff, Salzwasser und Wellen porös. Die großen Teile fallen auseinander und werden von Makro- zu Mikroplastik. Dieses sekundäre Mikroplastik ist kleiner als 5 mm.

Daneben gibt es auch das primäre Mikroplastik. Dies stammt unter anderem aus Reifenabrieb, der Kosmetika und Plastikpellets. Beide Arten von Mikroplastik finden sich überall in der Umwelt und sogar in den Menschen.

Durch diverse Forschungsmethoden ermitteln die Wissenschaftler permanent das Auf- und Vorkommen von Plastik und dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Die von der Referentin präsentierten Bilder waren den Zuhörern bekannt: Verendete Tiere durch gefressenes Plastik oder um den Körper gewickeltes Gewebe sowie vermüllte Flussbetten und vieles mehr.

Im Mikroplastik sind Giftstoffe enthalten. Diese werden von Tieren durch die Nahrung aufgenommen oder eingeatmet. Von dort aus gelangen sie in das Körpergewebe. Beim Fressen werden diese dann wieder von anderen Tieren aufgenommen. So entsteht ein tödlicher Kreislauf.

Der Plastikmüll ist ein großes Problem, da sich dieser nicht wie Biomüll in kurzer Zeit komplett zersetzt. Eine PET Flasche benötigt hierfür rund 450 Jahre, Coffee-to-go-Becher etwa 50 Jahre und eine einzige Angelschnur mindestens 600 Jahre.

Im zweiten Teil des Vortrags ging es darum, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, etwas für die Umwelt zu tun: Beim Einkaufen beispielsweise auf Plastikverpackungen weitestgehend verzichten, Produkte zu nutzen, die man wiederverwenden kann, wie Leinentaschen, und letztendlich zu überdenken, ob der Kauf eines neuen Produkts wirklich unvermeidlich ist.

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