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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hier hat Plastik nichts zu suchen

28.09.2019

Brake Für ihn ist es eine Frage der Umwelt, aber auch der Kosten. Volker Eggen von der Fleischerei Eggen bietet seinen Kunden seit etwa drei Jahren die Möglichkeit, die gekauften Produkte in mitgebrachten Behältern mitzunehmen und so auf Plastikverpackung zu verzichten.

„Ich bin froh, wenn ich das Plastik nicht mehr kaufen muss“, erklärt der Braker. Denn man zahle es vierfach: beim Kauf, bei der Entsorgung, über die Lizenzgebühr Kunststoff und die Umwelt zahle auch ihren Preis. Eggen hat angefangen, 10 Cent pro Plastiktüte zu verlangen. „Damit die Leute von allein darauf kommen, einen Behälter mitzubringen“, wie er verrät. Mit Erfolg: mittlerweile bringen die Kunden separate Behälter für Salate, Hackfleisch und Aufschnitt mit.

Bei der Fleischerei Kortlang ist man noch einen Schritt weiter gegangen. Zu Weihnachten letzten Jahres hat die Fleischerei 600 wiederverwertbare Plastikbehälter an die Kunden verteilt. Darin enthalten war auch ein Beipackzettel, mit der Aufforderung, die Behälter in Zukunft für den Einkauf mitzubringen. „Die Hausmänner kommen mittlerweile samstags mit Beuteln voll mit den Behältern zu uns“, freut sich Inhaber Ronald Kortlang.

So wenig wie möglich

„Wir sind dabei, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden“, erzählt der 53-Jährige. Statt Plastik- gebe es nun Papiertüten, die Suppen werden in Pappbechern ausgegeben, wenn bei größeren Caterings Einweggeschirr verwendet wird, dann aus Zuckerrohrpflanzen, ansonsten setzt Kortlang auf Mehrweggeschirr. Bislang habe es auf die Umstellung durchweg positive Reaktionen gegeben.

Beide Fleischereien arbeiten wenn nötig mit Tabletts, auf denen die Kunden ihre Behälter abstellen können. Denn berühren dürfen die Verkäufer diese aus hygienischen Gründen nicht.

Offenstall bei Eggen

Eine weitere Neuerung gibt es ab Dienstag, 1. Oktober, bei der Fleischerei Eggen. Ab dann hat die Fleischerei regionales Schweinefleisch aus Offenstall-Haltung im Angebot. Bisher hatte die Fleischerei Fleisch aus konventioneller Haltung im Angebot. Volker Eggen war eigens auf dem Hof von Familie Ahrens-Westerlage in Neuenkirchen bei Bramsche, um sich von den Haltungsbedingungen zu überzeugen. Und er ist überzeugt: „Die Qualität des Fleisches ist besser. Die Tiere kriegen besseres Futter, weniger Medikamente und sind an der frischen Luft“, so Eggen.

Darüber hinaus werden die Schweine erst in höherem Alter geschlachtet. „Ein konventionelles Tier hat nach 15 Monaten das Gewicht, dass es normalerweise nach zwei oder zweieinhalb Jahren hat“, erklärt der 51-jährige Braker.

Bis 1986 hatte Familie Eggen selbst Tiere, das Rind- und Lammfleisch beziehe man schon immer regional. Jetzt setzt man auch beim Schweinefleisch mehr auf Qualität. Bis zu 95 Prozent der Angebotenen Fleisch- und Wurstwaren sollen zukünftig aus dem Fleisch der Schweine von Familie Ahrens-Westerlage angeboten werden.

Bei der Offenstallhaltung haben die Schweine die Möglichkeit zu wählen, ob sie sich im Außen- oder Innenbereich aufhalten wollen, wo ihnen Stroh zur Verfügung steht. Außerdem wird auf das Kupieren verzichtet. Den Tieren steht im Vergleich zur konventionellen Haltung die doppelte Fläche pro Tier zur Verfügung: 1,5 statt 0,75 Quadratmeter. Doch das Fleisch hat seinen Preis – rund 40 Cent teurer werden die Produkte pro Kilo für den Verbraucher. Ein Risiko sieht Eggen darin nicht: „Man hat beim Fleisch auch mehr auf dem Teller, da weniger Wasser austritt“, erklärt er. Am Ende profitieren also alle davon.

Daniel Schumann Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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