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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gesundheit: Klinik strebt weiteres Qualitätszeugnis an

30.08.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-08-30T09:45:53Z 280 158

Gesundheit:
Klinik strebt weiteres Qualitätszeugnis an

Brake Seit vielen Jahren werden im Braker St.-Bernhard-Hospital Darmkrebs-Operationen durchgeführt. Und das mit jeder Menge Expertise: Sieben Fachärzte seien in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie tätig, betont Chefarzt Dr. Jan Henrik Herrfurth: „Das muss man erst einmal in einer Klinik unserer Größe finden.“ Vor allem aber werde in Brake intensiv interdisziplinär gearbeitet. Fachleute aus den Bereichen Onkologie, Radiologie und Gastroenterologie seien ebenfalls schon im Vorfeld in die Behandlung eingebunden. Tumorkonferenz heißt das dann. Sie findet einmal in der Woche statt. „Wir wollen, dass nicht alleine der Chirurg entscheidet.“ Und, so betont Herrfurth, ohne eine solche Tumorkonferenz werde kein Patient operiert – „es sei denn im Notfall“.

Darmkrebs

erkennen und erfolgreich behandeln – so heißt ein Vortrag am Dienstag, 5. September. Dr. med. Jan H. Herrfurth, Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Ronny Köhler, Facharzt für Allgemeinchirurgie, werden ab 18 Uhr im Kompetenzzentrum für Gesundheit und Familie am St.-Bernhard-Hospital, 3. OG, Seminarbereich, über das zweithäufigste Tumorleiden in Deutschland berichten. Sie werden über Diagnostik und Behandlung von Darmkrebs sprechen, aber auch Fragen zur Vorsorge beantworten.

Diese Bündelung der Kompetenz wird auch durch die Bezeichnung deutlich: Darmzentrum. Beteiligt sind daran auch spezialisierte niedergelassene Gastroenterologen und weitere interne und externe Kooperationspartner. So gehören etwa auch Ernährungsexperten dazu und, wenn gewünscht, auch die Seelsorge.

„Wenn man Darmkrebs hört, denken viele, das ist das Todesurteil“, weiß Dr. Jan Henrik Herrfurth aus jahrelanger Erfahrung. Doch der Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimal-invasive Chirurgie weiß vor allem auch, dass das nicht stimmen muss: Vor allem durch Vorsorge lasse sich das verhindern. „Bei einem frühzeitig erkannten Darmkrebs bestehen gute Heilungschancen“, ergänzt Ronny Köhler, Facharzt für Allgemeinchirurgie.

Auch wenn es ausgeklügelte Strukturen in St. Bernhard bereits gibt, unterzieht sich die Klinik nun noch einer Kontrolle von außen: Das Darmzentrum bereitet sich derzeit auf eine Zertifizierung vor. „Das ist für uns ein Qualitätszeugnis“, so Herrfurth. Derzeit werden Strukturen sowie interne und externe Kommunikation weiter optimiert, Ablaufpläne geschrieben und jede Menge dokumentiert. Im kommenden Jahr will man sich dann der eigentlichen Überprüfung unterziehen. Dabei sind zwei Stufen geplant: zunächst eine nach DIN/ISO, dann eine der Zertifizierungsstelle Onkozert. Rund 50 Krebse werden im Braker Darmzentrum jährlich behandelt.

Und noch etwas hat die Klinik vor: Sie möchte die Gründung einer Selbsthilfegruppe für tumorbetroffene Patienten unterstützen. Wahrscheinlich im Oktober werde man alle Interessierten einladen, kündigt Herrfurth schon einmal an. Zwar müsse sich die Gruppe selber organisieren, die Klinik könne aber Räume bieten und unterstützen.

Und auch die Information der Bevölkerung möchte die Klinik intensivieren. So soll es nicht nur weitere Vorträge geben. Für das kommende Jahr sei auch ein Darmkrebs-Vorsorgetag in Vorbereitung.

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