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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Keine Angst vor starken Bäumen

12.09.2018

Brake /Harbergen Für eine naturnahe Berufsausbildung bei den Niedersächsischen Landesforsten haben sich Jacob Nafzger aus Brake und Max Kannewischer aus Gehrden bei Hannover entschieden. Sie absolvieren in der Ausbildungsförsterei des Forstamtes Nienburg in Harbergen ihre dreijährige Ausbildung zum Forstwirt.

Jacob Nafzger hat ein Jahr nach dem Abitur mit Aushilfstätigkeiten überbrückt und ist nun in seiner Wunschausbildung angekommen. „Mein Patenonkel ist Förster im Schwarzwald, ich bin gerne in der Natur und arbeite gerne körperlich, daher habe ich mich für die Forstwirt-Ausbildung entschieden“, so der 18-Jährige. In seiner Freizeit angelt der Braker gerne und ist sportlich unterwegs.

Auch für Max Kannewischer steht die berufliche Ausrichtung lange fest. Er möchte Forstwissenschaften studieren, aber unbedingt vorher die praktische Ausbildung zum Forstwirt machen. „Meine Eltern und Großeltern haben gemeinschaftlichen Waldbesitz in einer Forstgenossenschaft und ich war zum Praktikum bei der Kniggeschen Privatforst im Deister“, begründet der 18-Jährige, der schon mit 16 Jahren den Jagdschein erworben hat, seine Berufsentscheidung.

Für Forstwirtschaftsmeister Dieter Höfig, der in der Ausbildungswerkstatt in Harbergen sechs Azubis anleitet, ist wichtig „dass wir vertrauensvoll mit offenem Umgang und hoher Leistungsbereitschaft zusammenarbeiten.“ Schließlich sei der Forstwirt-Beruf nicht nur körperlich und fachlich anspruchsvoll, die Arbeit in kleinen Teams im Wald erfordere auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit. Diesen Anspruch müssen die Nienburger Azubis zur Zeit besonders gut erfüllen. Sie sind intensiv im Einsatz, um vom Borkenkäfer befallene Bäume in den Revieren aufzufinden, zu fällen und gegebenenfalls auch zu schälen. Damit wollen sie dazu beitragen, die überall akute Käferentwicklung zu bremsen.

Die Niedersächsischen Landesforsten bilden jährlich 30 Forstwirte in 14 Forstämtern aus. Neben der betrieblichen Ausbildung, bei der sich ein Ausbilder auf sechs Lehrlinge konzentrieren kann, bieten die Landesforsten an ihrem Forstlichen Bildungszentrum bei Seesen am Harz eine umfangreiche überbetriebliche Ausbildung, die auch die Technik und Forstmaschinen umfasst, die über die Möglichkeiten in den Forstämtern hinausgehen. Dort ist auch die Berufsschulausbildung angesiedelt.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften mit 1300 Mitarbeitern rund 330 000 Hektar Landes- und 85 000 Hektar Betreuungswald in 24 Forstämtern.

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