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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Das St. Bernhard will wachsen

30.01.2019

Brake Das Braker St.-Bernhard-Hospital will wachsen: Aus den derzeit 103 Betten sollen 110 bis 115 werden. „Im ersten Schritt“, wie Geschäftsführer Ingo Penner am Dienstag mitteilte: „Die Patienten nehmen uns an. Wir brauchen mehr Betten und wollen dahingehend jetzt einen Antrag stellen.“

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Qualität fördern

Als Ingo Penner von den Wachstumsplänen für das Braker Krankenhaus erzählt, steht er im Flur auf Station 3. Es riecht. Nicht nach Desinfektionsmitteln etwa. Es riecht nach frischer Farbe, neuen Möbeln und neu verlegten Designböden. Es ist die Station der Orthopädie und Unfallchirurgie. Und die ist – ebenso wie Station 1 mit internistischer Onkologie und Palliativstation eine Etage tiefer – nun nagelneu: 15 Monate lang wurde saniert und gebaut, Baulärm und Handwerker gehörten zum Alltag auf den Stationen. Jetzt ist alles fertig. Station 3 verfügt über 13 Zimmer, die ein bis drei Patienten aufnehmen können.

„Jedes Zimmer hat jetzt ein eigenes Bad“, berichtet Architekt Ulrich Bolte bei einem Rundgang. In einem Einzelzimmer zieht er eine Tür ganz unten im weißen Einbauschrank auf. Ein Licht geht an – es ist ein kleiner Kühlschrank. Für die Patienten in einem Sommer wie dem letzten ein kleiner Luxus. Auch einen Safe gibt es in jedem Schrank. Und es ist tatsächlich dieses Gefühl von einem Mehr an Komfort, dass die Zimmer bieten sollen. „Die Patienten wollen das. Es wird immer mehr nach Zimmern mit Hotelcharakter gefragt“, erläutert Ingo Penner. Für ein Einzelzimmer müssten Kassenpatienten aber zuzahlen. „Aber das machen viele.“

Ein Tagesordnungspunkt steht für die öffentliche Sitzung des Braker Stadtrates am Donnerstag, 31. Januar, an: „Sachstand Förderungs- und Erweiterungsmöglichkeiten St.-Bernhard-Hospital Brake“. Ab 19 Uhr wird Krankenhaus-Geschäftsführer Ingo Penner im Rathaus informieren.

Auch Landtagsabgeordnete aus der Wesermarsch sollen an der Sitzung teilnehmen. Hintergrund ist die bisherige Weigerung der Landesregierung, Fördergelder für zwei Kliniken im Landkreis Wesermarsch zu zahlen. Der Stadtrat möchte genau dies durch eine Resolution erreichen.

Rund 1,5 Millionen Euro hat das Braker St.-Bernhard-Hospital in die Sanierung der Stationen mit rund 1200 Quadratmetern Fläche investiert – nach 29 Jahren eine notwendige Maßnahme, sagt Ingo Penner. Dabei ging es nicht nur um die Optik, sondern auch um die technische Ausstattung. So wurden Elektroinstallationen erneuert und umfassend in den Brandschutz investiert. „Alle Brandschutztüren wurden ausgetauscht und in den Zwischendecken Rauchmelder installiert“, erklärt Architekt Ulrich Bolte.

Personal, Patienten und Besuchern fällt der gewaltige optische Unterschied auf. Kommt man aus dem alten Trakt und betritt die Tür zu Station 3, tut sich eine andere Krankenhauswelt auf. Das feierte das Personal in kleiner Runde bei Kaffee und Kuchen. „Wir sind verdammt zufrieden“, sagte Dr. Lars Heide, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie: „Man freut sich darauf, hier zu arbeiten.“ Heide verbindet damit ein Dankeschön ans Personal, das während der Bauzeit alle Einschränkungen gut gemeistert habe.

Doch nicht nur das: Dr. Jan Henrik Herrfurth, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses, betont, dass die Fallzahlen des Hauses während der Bauzeit sogar gestiegen seien: um acht Prozent – ein Argument für die Wachstumsbestrebungen.

Dazu gehört mittelfristig auch die Erweiterung des OP-Traktes um einen Operationssaal, so Ingo Penner: „Wir haben derzeit einen Planer damit beauftragt, das Haus zu durchleuchten.“ Der Planer entwickele unter Berücksichtigung der aufgekauften Außenstelle des Braker Gymnasiums verschiedene räumliche Konzepte. „Die Frage ist immer: Was billigt uns Hannover zu?“, sagt Ingo Penner: „Es kann nicht sein, dass wir kein Geld bekommen, weil es in der Wesermarsch zwei Krankenhausstandorte gibt. Wir entwickeln uns positiv, wir erwarten, dass das Sozialministerium uns unterstützt.“

Auf einen positiven Förderbescheid in den kommenden Monaten hofft Penner auch für die Neueinrichtung einer Zentralen Notaufnahme im Braker St. Bernhard. Seit Anfang des Jahres gebe es hierfür Fördermittel. „Darauf wollen wir nicht verzichten“, so Penner. Bauen dürfe das Haus erst, wenn der Bescheid oder eine Sondergenehmigung vorlägen. Penner: „Aber alle Pläne liegen fertig in der Schublade. Dann kann es sofort losgehen.“

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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