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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gutachter prüft Eignung der Deponie Käseburg

07.04.2018

Brake Einige Fragen zur bisherigen und möglicherweise künftigen Deponierung von freigemessenem Material aus dem Kernkraftwerk Unterweser (KKU) wurden im Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr beantwortet. Kraftwerksleiter Gerd Reinstrom und Hans Conze-Wichmann, Geschäftsführer des Landkreis-Entsorgers GIB, standen den Politikern und interessierten Bürgern Rede und Antwort.
 Bereits deponiert: Schon in der Vergangenheit wurde Material aus dem KKU auf der Deponie Käseburg eingelagert. Unklar sind indes die Mengen. Bestätigt sind durch Anfragen an die Landesregierung 18 Tonnen aus dem Jahr 2005 sowie 288 Tonnen bis 1998. Was genau das war, konnte Conze-Wichmann im Fachausschuss nicht beantworten. Da die Abfallmengen seinerzeit insgesamt noch höher waren, bedurfte es keiner Einzelfallgenehmigung.
 Künftige Deponierung: Noch ist nicht klar, ob Material aus dem KKU auf der Deponie eingelagert wird. Formulierungen in der Stilllegungsgenehmigung und die Rechtslage, nach der der Entsorgungsträger (Landkreis Wesermarsch) für aus dem Atomrecht entlassenes Material zuständig ist, legen das aber nah. Auch der Betreiber geht von einer solchen Deponierung aus.
 Freimessung: Freigemessenes Material hat eine Reststrahlung von maximal 10 Mikrosievert/Jahr – „Peanuts“, nannte Kraftwerksleiter Gerd Reinstrom diese Strahlung im Vergleich zu anderen Quellen. Die Freimessung erfolgt von unabhängigen Gutachtern während des gesamten Rückbaus. Dem folge eine behördliche Prüfung. Freigemessenes Material unterliegt nicht mehr dem Atomrecht und darf nach geltendem Recht deponiert werden.
 Kontrolle des Materials: Das Material wird während der Arbeiten im Kernkraftwerk Unterweser kontrolliert und freigemessen. Nach dem Freigabeverfahren kann es nach gültiger Rechtslage auf einer Deponie der Klasse II (wie Käseburg) entsorgt werden. Dort würde es keine weiteren Kontrollen geben.
 Anfallende Menge: Von insgesamt 193 000 Tonnen aus dem Kontrollbereich des KKU sollen rund 11 900 Tonnen deponiert werden. In den ersten neun Jahren des Rückbaus jährlich rund 50 Tonnen, die große Masse in den Jahren 2027 bis 2032.
 Eignung der Deponie: Die bezweifelt Conze-Wichmann. Da die Deponie zu 91 Prozent verfüllt sei und jährlich nur noch 250 bis 300 Tonnen deponiert werden, sei die im Gesetz geforderte Vermischung mit anderem Material nicht ausreichend möglich. Gefordert wird eine Jahreskapazität von 10 000 Tonnen. Ab Ende April soll ein Gutachter die Eignung prüfen. Das Ergebnis könnte im Herbst vorliegen.
 Lagerung auf dem Gelände: Für eine solche sieht Reinstrom „aufgrund der Unbedenklichkeit des Materials keinen Anlass“. In einem speziellen Zwischenlager auf dem Kraftwerksgelände verbleiben 4200 Tonnen radioaktives Material bis zu einer Endlagerung

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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Kernkraftwerk Unterweser | GIB

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