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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Viele Fragen zur Deponierung

31.05.2018

Brake Fragen gab es jede Menge, Antworten auch. Erst waren die zahlreich im BBZ-Forum erschienenen Bürger an der Reihe, anschließend die Kreispolitik. Um möglichst viele Details über den Rückbau des Kernkraftwerks Unterweser (KKU), vor allem aber über eine mögliche Deponierung von freigemessenem Abfall zu erfahren und zu vermitteln, hatte die Kreisverwaltung eine ganze Reihe von Experten eingeladen: Gerd Reinstrom, Leiter des Preussen-Elektra-Kernkraftwerks Unterweser, Dr. Werner Neumann, Sprecher des Arbeitskreises Energie beim BUND, Werner Fieber, Leiter des für die Stilllegung nuklearer Anlagen zuständigen Referats beim Niedersächsischen Umweltministerium, Gunther Weyer, im selben Ministerium für Kreislauf- und Abfallwirtschaft zuständig, Alexander Lehnard, Leiter der Fachgruppe Stilllegung bei TÜV Nord EnSys, sowie Christian Küppers, stellvertretender Bereichsleiter Nukleartechnik & Anlagensicherheit beim Öko-Institut.

Die Veranstaltung war eigens vom Sitzungssaal des Kreishauses in das wesentlich größere Forum des Berufsbildungszentrums verlegt worden. Dort nutzten Vertreter der Bürgerinitiative „DepoNIE Käseburg“ die Möglichkeit, zahlreiche Fragen an die Experten zu stellen und Landrat Thomas Brückmann eine Unterschriftenliste zu überreichen.

Aber auch Argumente von Kraftwerksbetreiber Preussen-Elektra sowie Verweise auf geltendes Recht konnten die fast 100 Bürger aus der Wesermarsch nicht überzeugen. In einer gemeinsamen Sitzung des Betriebsausschusses für Abfallwirtschaft und des Ausschusses für Bauen, Kreisentwicklung, Landwirtschaft und Umwelt machten sie ihre Sorgen deutlich. Sie lehnen eine Einlagerung von so genanntem freigemessenen Abfall auf der Braker Deponie ab, haben gesundheitliche Bedenken und fürchten einen Wertverlust ihrer Häuser und Grundstücke in der Nähe der Deponie.

Weyer und Fieber wiesen auf die Rechtslage hin, nach der der Landkreis zur Entsorgung von Abfall, der aus dem Atomrecht entlassen ist, verpflichtet ist. Beide betonten allerdings auch, dass das Überprüfungsverfahren auf Eignung der Deponie noch laufe. Wie genau dieses im Namen des Umweltministeriums überprüft wird, erläutere Lehnard.

Unter lautstarkem Applaus kritisierte Neumann, dass durch eine Einzelfallprüfung „den demokratisch gewählten Gremien das Heft des Handelns aus der Hand genommen wird“. Er forderte eine Bundesratsinitiative für eine Änderung des einer Freimessung zugrundeliegenden 10-Mikrosievert-Konzepts.

Einen ausführlichen Bericht über die Ausschusssitzung lesen Sie in der nächsten Ausgabe der NWZ.


Ein Spezial zum Rückbau des Kernkraftwerkes lesen Sie unter   www.nwzonline.de/rueckbau-kkw-unterweser 
Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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