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Luftwaffe sagt Familientag in Wittmund ab
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Aktualisiert vor 17 Minuten.

Nach Eurofighter-Unfall
Luftwaffe sagt Familientag in Wittmund ab

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Hereinspaziert ins grüne Zuhause

27.05.2019

Brake Mmhh! Wie herrlich das duftet! Also immer schön der Nase nach und rum um die nächste grüne Ecke einer hohen Hecke. Und schon tut sich der Blick auf die Quelle auf: ein üppig in dunklem Lila blühender Flieder. Und so geht es weiter entlang der Wege des Kleingärtnervereins Dreieck in Brake.

Hier blühen die Lilien ganz wunderbar, dort zeigen sich die ersten Rosen und Kohlrabi und Bohnen sehen auch schon richtig gut aus. In hölzernen Hochbeeten thronen Pflücksalate, der Storchenschnabel steht an den Gehwegplatten Spalier. Und immer wieder stehen neben Gemüsebeeten und Obstbäumen Klettergerüste, Rutschen und Planschbecken – Familien mit Kindern haben die Kleingartenanlage für sich entdeckt. Dennoch gibt es derzeit noch einige freie Parzellen. Doch warum eigentlich?

Gärtnern ist doch schließlich wieder angesagt. Es ist „in“, das eigene Gemüse zu ziehen, bis in den späten Herbst hinein von den selbst gezogenen Tomaten zu naschen, große Zucchini zu ernten und sich Salatköpfe aus dem Beet zu holen. In sämtlichen Gartencentern und Baumärkten werden Obst- und Gemüsepflanzen angeboten. Und dennoch hängt den Kleingärtnervereinen häufig noch das angestaubte Vorurteil nach, dass dort nur Rentner ihre Gurken ziehen, die gleich losbellen, wenn sich vom Nachbar mal ein Löwenzahn zu weit auf den Weg wagt oder die Kinder übers Grundstück toben.

Dass das absoluter Quatsch ist, wird beim Kleingärtnerverein Brake deutlich: Jung und Alt, Familien aus diversen Herkunftsländern (mit und ohne Nachwuchs), ackern hier in Eintracht nebeneinander. Genießen ihre Freizeit nebeneinander: beim Sonnenbaden, beim Gärtnern, beim Grillen, beim Kaffeetrinken, Fußball gucken. . . „Bis vor einigen Jahren hatten wir hier tatsächlich kaum Familien, aber wo soll man als Familie mit Kindern in Brake hin? So viele Freizeitmöglichkeiten gibt es nicht“, so der Vereinsvorsitzende Wolfgang Vieth. Und: „Auf dem Gelände fahren keine Autos, es ist sicher für Kinder.“

Einladung zum Pfingstbaumsetzen

Das Vereinsheim ist Anlaufstelle nicht nur für die Mitglieder des Kleingärtnervereins, sondern auch für die Öffentlichkeit. Samstags und sonntags ist dort grundsätzlich geöffnet. Außerdem werden dort private Feiern und öffentliche Veranstaltungen ausgerichtet. Am Sonntag, 9. Juni, wird beispielsweise zum traditionellen Pfingstbaumsetzen eingeladen. Beginn ist um 10.30 Uhr, auch einen Pfingstbaum für Kinder und einen Umzug durch die Anlage wird es dann geben.

Dass es lauter wird, wenn Kinder spielen, sei auch allen Mitgliedern klar und auch kein Problem. Im Umkehrschluss bedeutet das aber nicht, dass in der Anlage Tag und Nacht Remmidemmi herrscht. „Ach, so ein Kleingarten ist doch für Familien ideal“, sagt der zweite Vorsitzende des Vereins, Detlef Friedrich. Platz gibt es reichlich, um dem eigentlichen Zweck der Kleingärten, nämlich dem Anbau von Obst und Gemüse, und den Bedürfnissen der Jüngsten nachzukommen: Zwischen 450 und 700 Quadratmeter sind die Parzellen groß. Ein Drittel muss laut Satzung für den Anbau genutzt werden, jede Parzelle verfügt über einen Wasser- und Stromanschluss und darf mit einer Laube bebaut werden. Zwischen 350 und 400 Euro fallen jährlich an Kosten für einen Garten an – je nach Strom- und Wasserverbrauch. „Gerade für Familien, die in einer Wohnung ohne Garten leben, ist das eine Alternative“, wirbt Wolfgang Vieth für seinen Verein. Und wer noch völlig unbeleckt in Sachen Gärtnern ist, der bekommt Hilfe und Unterstützung mit Rat und Tat. „Alle sind hilfsbereit und nett. Es ist eine gute Nachbarschaft hier“, sagt Vieth. Gärtnerisch würde sich die Mehrheit der Pächter aber „durchwurschteln“, sagt Friedrich. Grundsätzlich gelte: Versuch macht klug – und es sei erstaunlich, was in der Braker Erde alles wachse und gedeihe. Gerade die Ausländer unter den Pächtern würden gerne Exoten aus ihren Heimatländern pflanzen, erklärt der Vorsitzende und verweist auf ein Beet mit Bohnenpflanzen, bei denen er partout nicht weiß, um welche Sorte es sich handeln könnte.

Gerne werde am Zaun auch mal etwas getauscht oder verschenkt, schließlich erntet manch einer im Überfluss und lässt andere gerne daran teilhaben. Nur bei einem Thema hört die kleingärtnerische Freundschaft auf: beim Maulwurf. Den sieht jeder am liebsten nur im nächsten Garten. Oder im übernächsten. Jedenfalls nicht im eigenen.


Mehr Infos unter   www.dreieckbrake.de 
Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
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