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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Deich muss standhaft bleiben

07.12.2018

Brake Die Kettensäge röhrt. Auf dem Parkplatz beim Deich in Hammelwarden steht ein großer Häcksler. Seine schnell rotierenden Messer zerschneiden kleinere Stämme, Äste und Zweige mühelos, mit denen er gefüttert wird. Das Holz wird buchstäblich zermalmt. Allmählich ist das Grundstück wieder licht. Pappeln, Weiden und Erlen weichen dem Küstenschutz.

Die Arbeiten sind dringend erforderlich. „Wir kamen nicht mehr an den Rhynschloot heran“, sagt Burchhard Wulff. Er ist Vorsteher des II. Oldenburgischen Deichbandes, der für die Sicherheit verantwortlich ist. Und um diese aufrecht zu erhalten, muss auch am Deichfuß entwässert werden. Ein Rhynschloot ist solch ein Graben am Fuß des Binnendeichs, über den das Wasser normalerweise abfließen kann. In Hammelwarden war der Graben zugewachsen. Dieser sei für die Deichentwässerung wichtig, betont Burchhard Wulff.

Aufgeklart wird eine rund 30 Meter breite und mehr als 100 Meter lange Fläche des Deichbandes, die auch von Anwohnern genutzt wird. Das Grundstück war über mehrere Jahre binnendeichseitig bei der ehemaligen Lühringwerft dicht mit Bäumen und Gehölz bewachsen. Laut Burchhard Wulff meldete der Anwohner Klaus Lühring dem Deichband diese Misere. „In Absprache mit den Anwohnern wird hier gearbeitet“, betont der Verbandsvorsteher und merkt an, dass auch besprochen werde, welche Bäume weichen müssten. „Wenn es nicht Not tut, bleiben sie stehen“, sagt er. Wegen des Naturschutzes hätten die Arbeiten erst jetzt erfolgen können.

Entfernt werde hauptsächlich wilder Auswuchs. Das sagt Hergen Hülstede, der mit seinem Sohn Thorben und Harald Plümer das Feld rodet.

 Niedersachsen ist das einzige deutsche Küstenland, das ein spezielles Deichgesetz besitzt. Das Deichgesetz enthält unter anderem Normen für die Nutzung und Benutzung, Erweiterung und Veränderung sowie die Kontrolle von Küstenschutzanlagen.

 Wesentliche Küstenschutzanlagen, denen eine unmittelbare Schutzfunktion zur Vermeidung einer Überflutung zugewiesen wird, sind die sturmflutkehrenden Hauptdeiche und Sperrwerke. Zum Hauptdeich gehören dessen Sicherungswerke, wie Fußbermen, Deichgräben, Fuß- und Böschungssicherungen.

 Der Träger der Deicherhaltung ist verpflichtet, die Funktionsfähigkeit dieser Anlagen sicherzustellen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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