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Landwirtschaft: Stadt und Landwirte untergehakt

12.04.2019

Brake „Wir als Stadt sind sehr gerne Partner der Initiative. Schließlich stellen die Landwirte unsere Nahrungsmittel her, sonst hätten wir nichts auf dem Teller“, sagte der Bürgermeister am Donnerstag bei der Präsentation der lokalen Kampagne.

Mit „Echt grün“ will der Kreislandvolkverband Wesermarsch und Friesland ein besseres gesellschaftliches Verständnis einer modernen und tierfreundlichen Landwirtschaft schaffen, so Andrea Vogt, Sprecherin des Verbandes in Ovelgönne. Irrtümer und Missverständnisse sollen mit der Werbeaktion aus dem Weg geräumt werden. Dazu werden beispielsweise in Großstädten wie Hannover oder Oldenburg Großplakate aufgestellt, Werbefilme vor Kinofilmen präsentiert. Demnächst möglicherweise auch im Braker Centraltheater. Im Internet können Videoclips angeklickt werden und die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Instagram werden ebenfalls bespielt, so Vogt.

„Die Landwirtschaft wird oft zum Sündenbock für alles gemacht. Dabei geht es auch unter die Gürtellinie“, sagt Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Wesermarsch. Kritik am Berufsstand werde ohne Wissen um Zusammenhänge und Hintergründe geäußert, ärgert sich der Vorsitzende. „Mit der Kampagne wollen wir auch Sachen geraderücken und zeigen, wie moderne Landwirtschaft heute funktioniert“, so Padeken. Man müsse mit dem Verbraucher in einen Dialog treten. Pauschale Beschimpfungen brächten gar nichts, stellt Padeken klar.

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Um die moderne Arbeitsweise im Milchvieh-Land Wesermarsch darzustellen, wurde auch ein Videoclip fürs Internet auf dem Braker Milchviehbetrieb von Heiko Holthusen gedreht, weiß Andrea Vogt.

Wie sich die Landwirtschaft in den vergangenen 30 Jahren gewandelt hat, machte Padeken mit einigen Zahlen deutlich. Gab es in den 80er Jahren noch über 2000 Bauernhöfe in der Wesermarsch, so sind es aktuell nur noch 460. Die bewirtschaften im Durchschnitt aber rund 100 Hektar und haben rund 100 Kühe im Stall.

Die ersten Plakatwände der Aktion „Echt grün ­– Eure Landwirte“ stehen bereits. Und zwar vor dem Braker Rathaus und an der Bundesstraße 212.

Jens Schopp Redakteur / Redaktion Rastede/Wiefelstede
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