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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mit viel Herzblut für die Kardiologie

20.01.2018

Brake Die Kardiologie am St. Bernhard-Hospital hat sich – insbesondere in der Schrittmachertherapie – in den vergangenen Jahren auch weit über die Stadt hinaus einen guten Ruf erarbeitet. Es geht aber noch mehr, ist sich Geschäftsführer Ingo Penner sicher. Deshalb soll „die „ganz wichtige Abteilung an Bedeutung gewinnen“.

Eine personelle Weiche ist gestellt, bauliche werden folgen. Mit Privatdozent Dr. Claus Lüers hat sich Chefarzt Jörn Glock einen Mediziner als Leitenden Oberarzt an seine Seite geholt, der den Schritt in die Zukunft wesentlich mitgestalten, die Abteilung zukunftsfähig machen und deren Leistungsspektrum erweitern soll. Und nicht zuletzt soll er später einmal die Leitung von Glock übernehmen, wenn der 63-Jährige in den Ruhestand geht.

Der 50-jährige Oldenburger, der in Göttingen Medizin studiert hat, war zuletzt am Klinikum Oldenburg tätig. Und an der dortigen European Medical School (EMS) wird er auch als Privatdozent weiterhin tätig sein – forschend und lehrend vor allem in seinem Spezialgebiet Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche).

Auch von diesem universitären Engagement verspricht sich Penner viel für das Krankenhaus: Künftig sollen noch stärker junge Mediziner nach Brake geholt und ausgebildet werden, unter anderem auch mit dem Ziel, sie für die Region und den ländlichen Raum zu begeistern. Schon jetzt sei man mit dem „Braker Modell“, bei dem Assistenzärzte unter Anleitung von Anfang an Verantwortung am Patienten übernehmen, auf dem richtigen Weg, glaubt der Geschäftsführer. Allein in der Inneren Medizin seien derzeit 14 Assistenzärzte beschäftigt. „Und die Zukunft liegt in der Begeisterung junger Mediziner.“

Mittelfristig soll die Bettenkapazität der Kardiologie erweitert werden. „Wir müssen da aber in Vorleistung treten und zeigen, dass wir Patientenzuwachs haben“, so der Geschäftsführer. Erst dann gebe es auch die Planbetten. Helfen soll dabei unter anderem eine Zertifizierung als Brustschmerz-Ambulanz durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. Penner: „Zertifizierung bedeutet messbare Qualität.“

Räumlich wird künftig der gesamte erste Stock nur noch Innere Medizin beherbergen. Der Umbau einer bisher ambulant genutzten Station mache das möglich. „Da haben wir dann auch kurze Wege zur Diagnostik“, gibt Penner die Planungen wieder. Den zweiten Stock mit den Operationssälen wird dann die Chirurgie belegen.

„Hier kann ich etwas anpacken, ausbauen, strukturieren“, sieht Lüers großes Potenzial in Brake – „vor allem auch für die Bevölkerung“. Zwar wird das Haus der Grund- und Regelversorgung auch künftig nicht alles anbieten können, was in der Kardiologie möglich ist. Durch eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Kooperationen mit Herzzentren in der interventionellen Kardiologie (Herzkatheter) soll aber das gesamte Spektrum abgedeckt werden. Ziel sei es etwa, die Zusammenarbeit mit Kliniken in Oldenburg, Bremen und Bremerhaven so zu gestalten, dass Braker Ärzte ihre Patienten dort untersuchen und operieren können, die weitere Therapie dann in Brake erfolgt. Der Vorteil für den Patienten liegt dabei auf der Hand: Die Behandlung bleibt in einer Hand, es gibt so wenig Schnittstellen wie möglich.

Chefarzt Glock, der den Aufbau der Kardiologie seit 2005 „mit viel Herzblut“ vorangetrieben hat, jedenfalls ist überzeugt, dass die Abteilung im Team zukunftsfähig gemacht werden kann. „Dr. Lüers ist in der Region bekannt und gut vernetzt.“ Das werde das St. Bernhard-Hospital weiter voranbringen.

Öffentlich stellt sich der neue Leitende Oberarzt der Kardiologie am 8. Mai ab 18 Uhr in der Cafeteria des Krankenhauses vor.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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