• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neue Ärztin spart weite Wege

15.11.2019

Brake Die medizinische Versorgung in der Wesermarsch wird besser: Das St.-Bernhard-Hospital bietet den Patienten seit kurzem auch eine gefäßchirurgische Abteilung an. „Dieses Fachgebiet war bisher noch ein weißer Fleck im Landkreis. Wir sind sehr froh, dass wir das nun ändern können“, sagte Dr. Jan Henrik Herrfurth, Ärztlicher Leiter des Krankenhauses.

Tina Kock, Fachärztin für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie, ist seit Anfang Oktober in Brake im Dienst und konnte schnell einen vollen Terminkalender vorweisen. „Einen Glücksfall“, nennt Krankenhaus-Geschäftsführer Ingo Penner den Wechsel der Medizinerin von der Ameos-Klinik in Bremerhaven ans St.-Bernhard-Hospital. „Erfahrene Gefäßchirurgen sind schwer zu bekommen.“ Tina Kock stammt gebürtig aus Kaiserslautern und hat in Kiel Medizin studiert. In Brake wird die 50-Jährige als Oberärztin nun die Gefäßchirurgie neu aufbauen.

Operiert werden in der Abteilung Krampfadern, außerdem werden Durchblutungsstörungen der Gefäße, zum Beispiel beim diabetischen Fuß-Syndrom, behandelt. Dafür können Bypässe und Gefäßprothesen gelegt werden. Außerdem wird Tina Kock eng mit der Nephrologischen Praxis am Hospital zusammenarbeiten. Für die Dialyse brauchen die Patienten einen Zugang, der jetzt auch in Brake gelegt werden kann. „Vorher mussten die Patienten den weiten Weg bis nach Bremen auf sich nehmen“, erklärt Herrfurth.

Für ihre Patienten, von denen ihr auch viele aus Bremerhaven gefolgt sind, bietet die neue Oberärztin montags bis donnerstags von 13 bis 15.30 Uhr eine Sprechstunde an. Für einen Termin müssen Patienten eine Überweisung von einem niedergelassenen Chirurgen vorweisen. „Dieser Umweg ist leider nicht zu ändern“, bedauert Herrfurth. Die Kassenärztliche Vereinigung gebe momentan keine weiteren Kassensitze für Chirurgen in der Wesermarsch frei, obwohl sie seiner Meinung nach dringend benötigt würden.

Für die neue Abteilung hat das Krankenhaus in neue Instrumente und Materialien investiert. Ziel ist es, den Fachbereich der Gefäßchirurgie als ein vollwertiges Standbein des Krankenhauses zu etablieren. Für Tina Kock, die in ihrer Freizeit im Chor singt, Cello und Gitarre spielt und näht, ist das eine Herausforderung, die sie merklich gerne annimmt. „Die Abteilung wird neu gegründet, jetzt muss man erst einmal alles ins Laufen bringen“, sagt sie. Auch die Abteilung müsse sich auf die neuen Patienten einstellen. Schon jetzt sei zu merken, wie gut das Angebot in der Wesermarsch angenommen werde.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2321
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.