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Sperrung der A29 in Oldenburg
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Aktualisiert vor 16 Minuten.

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Sperrung der A29 in Oldenburg

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Fische liegen auf dem Trockenen

24.05.2018

Brake Naturschutz fängt im Kleinen an, direkt vor der eigenen Haustür. Und vor der Haustür von Frank Bierkamp an der Bebelstraße hat sich eine kleine ökologische Katastrophe abgespielt. Kurz vor Christi Himmelfahrt war in dem Graben an seiner Grundstücksgrenze plötzlich kaum noch Wasser – Fische und Amphibien tummelten sich nur noch in kleinen Schlammpfützen.

„Die Stichlinge konnten ihre Bruthöhlen nicht mehr erreichen, der Laich wurde von den Vögeln gefressen“, erzählt Bierkamp. Ihn ärgert es, dass gerade in der Brutzeit das Wasser abgelassen wurde. Die Lebensbedingungen für die Tiere in den Gräben seien seit Jahren schlechter geworden. „Als ich 1999 hier hergezogen bin, standen hier im Graben noch die Hechte“, so Bierkamp, der versucht hat, so viele Stichlinge wie möglich aus dem Schlamm zu retten.

Kein Verständnis für das Ablassen des Wassers hat auch Franz-Otto Müller, Vorsitzender des Nabu Wesermarsch, der den Graben ebenfalls in Augenschein genommen hat. Ihn hat auch noch eine weitere Panne in der Ent- und Zuwässerung in Brake geärgert. Die extra für Bodenbrüter geschaffene Fläche an der Brümmer Hellmer bei Rehau habe vor einigen Tagen komplett unter Wasser gestanden – die Nester und Gelege der Vögel seien verloren gewesen. „Schade, brüten dort doch so seltene Arten wie Flussregenpfeiffer oder Zwergtaucher“, sagt der Naturschutz-Experte.

Bei der Sielacht Brake weiß man um das Problem der Zuwässerung an der Brümmer Hellmer. „Das Problem ist, dass die Brutinseln auf der Fläche zu niedrig angelegt worden sind“, erklärt Verbandsvorsteher Dirk Harms-Herrmann. Dass die Fläche komplett unter Wasser stehen würde, wäre nicht vorhersehbar gewesen. „Wir haben den Wasserstand dann hoch gehalten, damit die Vögel nicht zum erneuten Brüten angeregt werden. Denn dass die Fläche immer wieder unter Wasser steht, können wir im Moment nicht verhindern“, erklärte er.

Dass die Gräben in der Bebelstraße kein Wasser mehr führten, hatte nach Harms-Herrmanns Angaben technische Gründe: Im Braker Schöpfwerk war eine Pumpe kaputt. Um sie auszubauen, musste Wasser abgelassen werden. Jetzt werde wieder zugewässert.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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