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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Ring frei für die Patienten

18.12.2018

Brake Für Dr. Michael Morche ist er eine Investition in die Zukunft der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Jade-Weser, der neue Computertomograf (CT). Und für Ingo Penner, Geschäftsführer des Braker St.-Bernhard-Hospitals, und dessen Ärztlichen Direktor, Dr. Jan Henrik Herrfurth, ist er noch ein bisschen mehr: ein Bekenntnis zum Standort Brake und ein weiterer Baustein für dessen langfristige Sicherung. Dass er das ist, macht auch die Tatsache deutlich, dass man mit dem alten, 2006 angeschafften CT durchaus noch hätte arbeiten können, wie Morche erläutert. Die ab Januar geltende neue Strahlenschutzverordnung sowie in absehbarer Zeit auslaufende Serviceverträge hätten die Investition aber schon jetzt sinnvoll gemacht – als Zukunftssicherung.

„Gefühlt zehnmal schneller“ sei das neue Gerät, so Morche über die an einen Computer angeschlossene rotierende Röntgenröhre, die eine deutlich bessere Bildqualität und eine geringere Strahlenbelastung verspricht. Und letzteres bedeute, dass es „deutlich schonender für die Patienten“ sei. Für das Team der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Jade-Weser bedeutet das neue Gerät verbesserte Diagnosemöglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen. Geübt wurde in den ersten Tagen an so genannten Phantomen, mit Wasser gefüllten Körpern, die Kopf oder Bauch des Patienten nachahmen.

Rund 350 000 Euro hat die Praxis investiert, die die radiologische Diagnostik und Therapie als Kooperationspartner im Krankenhaus sicherstellt. Neben dem Computertomografen – bestehend aus dem eigentlichen Ringtunnel (Gantry) und einem elektromotorisch beweglichem Patiententisch – gehören eine Spritzenpumpe für die exakt dosierbare Kontrastmittelgabe ebenso dazu wie die hochmoderne Software. Und weitere Investitionen sind bereits getätigt: Ein neuer Magnetresonanztomograf (MRT) steht schon im Lager und soll im ersten oder zweiten Quartal des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden.

Die Installation des CT war bewusst in eine Umbauphase des Krankenhauses gelegt worden, die fehlende Diagnosemöglichkeit wurde in der Notfallversorgung berücksichtigt. Doch in diese ist das St.-Bernhard-Hospital mit der Freigabe des Geräts durch das Gewerbeaufsichtsamt Ende vergangener Woche wieder voll eingebunden. Dass der CT – wie ein baugleiches Modell, das vor drei Wochen am Standort Varel der Gemeinschaftspraxis installiert worden ist – nur wenige Monate nach der Entscheidung zur Verfügung stand, ist übrigens ein bisschen dem Zufall zu verdanken: Weil es beim Neubau einer Klinik zu Verzögerungen gekommen war, konnten Dr. Morche und sein Team zugreifen.

Für Krankenhaus-Geschäftsführer Penner bringt das Gerät nicht nur „erhebliche Vorteile und Sicherheit für die Patienten“. Auch der Krankenhaus-Standort werde „erheblich aufgewertet“. Da die Klinik derartige Investitionen nur schwer tätigen könne, sei er dankbar für die „Kooperationspartner, die an den Standort glauben“. Und Mediziner Herrfurth weist auf einen weiteren Aspekt hin: Für den Ausbau der Unfallchirurgie unter Dr. Lars Heide spiele der Computertomograf eine große Rolle.

Rund 3500 Untersuchungen werden im St.-Bernhard-Hospital jährlich mit dem Computertomografen vorgenommen, vor allem für die Onkologie und die Diagnostik nach Unfällen. Sogar etwa 9000 Mal kommt der MRT zum Einsatz. Möglichst die nächsten 15 Jahre soll das neue Gerät in der Praxis seinen Dienst tun. Oder wie der 53-jährige Morche meint: „Ich will mit dem Gerät in Rente gehen.“

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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