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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Deponie auf tönernen Füßen?

08.08.2019

Brake /Sandfeld Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies bleibt im Amt. Der SPD-Politiker wechselt nicht in die Energiewirtschaft. Olaf Lies bleibt somit erster Ansprechpartner für den Landkreis Wesermarsch, was Themen rund um die Deponie in Käseburg betrifft. Auch der Bürgerverein Rund um Sandfeld sowie die Bürgerinitiative „AtommülldepoNIE“ müssen sich demnach auf keinen neuen Minister einschießen.

Noch Klärungsbedarf

Als Beauftragter des Bürgervereins hat nun Heiko Wöhler – auch im Namen der BI „AtommülldepoNIE“ – an das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz geschrieben und sein Erstaunen darüber ausgedrückt, dass in Hannover „die ganze Problematik Deponie-Käseburg entweder nicht verstanden oder ernst genommen wird“. Unter anderem führt er folgende Punkte an.

Reststoffe aus KKU

Sowohl der Bürgerverein als auch die BI lassen nicht locker. Denn wie Heiko Wöhler weiter mitteilt, ergibt sich nach der Durchsicht des Einzelfallnachweises zur Freigabe von Reststoffen aus dem Kernkraftwerk Unterweser (KKU) in Kleinensiel zur Lagerung auf der Zentraldeponie Käseburg noch Klärungsbedarf. so soll der Generalplan Wesermarsch noch berücksichtigt werden. Der Plan sieht vor, Butjadingen mit frischem Getränkewasser zu versorgen. Dazu muss die Rönnel auch bei der Deponie in Käseburg verbreitert werden.

Klärystem geeignet?

„Nicht bekannt sind Einlagerungen von Radionukliden auf beiden Deponien und ihre möglichen Auswirkungen“, betont Heiko Wöhler. Im Einzelfallnachweis werde die Eignung der Kläranlage nicht angesprochen. „Können im Klärsystem Nuklide ausgefiltert werden, und wie ist es dann mit den belasteten Klärschlämmen?“, fragt Heiko Wöhler nach.

Ist der Boden stabil?

Zur Bodenstabilität, zum Grundwasserstand und zur Grundwasserbewegung gibt es laut Heiko Wöhler keine Aussagen. Diese wären seiner Meinung nach notwendig, weil die vom Gesetzgeber geforderte Baugrundstabilität seines Wissens nach nicht gegeben ist. Die geforderte wasserfreie Zone von 2,50 Meter sei auch nicht vorhanden, denn der Grundwasserstand reiche bis zur Geländehöhe. Die geforderte geologische Basisabdichtung sei bei der Deponie Süd nicht vorhanden. Bei der Deponie Nord sei die Basisabdichtung ersatzweise durch eine Folie hergestellt worden. „Ist die Dichtigkeit noch gegeben, wenn Setzungen des Deponiekörpers festgestellt werden?“, fragt er.

Standards einhalten

„Hier wird das Modell einer Hausmülldeponie beschrieben so wie diese im Idealfall aufgebaut und betrieben werden soll“, fasst Heiko Wöhler seine Kritik zusammen. Die Hausmülldeponie Käseburg weiche vom Modell und auch von gesetzlichen Regelungen sowie Vorgaben ab. „Auch wenn dieser Einzelfallnachweis nur ein Entwurf ist, so kann man doch erwarten, dass der Autor die grundsätzlichen Standards einer Deponie berücksichtigt“, merkt Heiko Wöhler an.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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