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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Spülfeld Golzwarden: Wie gefährlich ist der Schlick für die Umwelt?

31.01.2020

Brake Die Ablagerung von rund 5000 Tonnen Schlick aus dem Hafenbecken der Elsflether Werft auf einem Spülfeld in Golzwarden sehen auch die Mitglieder der WGB-Ratsfraktion kritisch. Sie begrüßen in einer Stellungnahme die Forderung von Bündnis 90/Die Grünen nach einer umfassenden Aufklärung des Vorgangs. Wie bereits in der NWZ berichtet, hatte die Ratsfraktion der Grünen im Braker Stadtrat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Sensibles Thema

Bis zu 5000 Tonnen Schlamm, der unter anderem mit Tributylzinn (TBT) belastet ist, wird im Spülfeld zwischengelagert. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Brake (WGB) sind der Auffassung, dass mit Themen, bei der gesundheitsgefährdende Auswirkungen auf die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden können, sensibler von den Verantwortungsträgern umgegangen werden muss. Auch Wilfried Albers von der Bürgerinitiative (BI) Golzwarden teilt diese Auffassung, wie er gegenüber der Nordwest-Zeitung betonte. Der gleichen Meinung ist ebenfalls Rolf Schröder von der BI Boitwarden.

Gefährdungen durch das Unterhaltungsbaggergut der Elsflether Werft sehen die Grünen. Sie sprechen von einem Hilfs-Zwischenlager nahe des Fähranlegers Golzwarden und haben weitere Fragen zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr vorbereitet. Die Ausschussmitglieder kommen am Donnerstag, 20. Februar, im Braker Ratssaal zusammen.

Fragen zur Abdichtung

Die Grünen wollen sich ein umfassendes Bild von dem Vorgang machen. Es wird von ihnen daher beantragt, Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und des Landkreises Wesermarsch zur nächsten Sitzung des Fachausschusses einzuladen. Folgende Fragen zur Abdichtung und Durchlässigkeit des Spülfeldes und zur Verunreinigung des Grundwasser durch das belastete Gut sollten beantwortet werden: Wie wollen Sie verhindern, das Problemstoffe wie beispielsweise (...) Schwermetalle und TBT zu einer Gefährdung von Grundwasser, Boden, Luft, Flora und Fauna führen? Wurde auf das Spülfeld neulich anderweitiges Unterhaltungsbaggergut gelagert? Wenn ja, ist dieses sauber getrennt vom Elsflether Baggergut oder vermischt eingebracht? Ist dieses Spülfeld als offizieller Unterhaltungsbaggergutstandort zugelassen? Wann ist geplant, das Hilfszwischenlager aufzulösen und was ist bis dahin mit dem belasteten Gut dort geplant?
 Wohin soll das belastete Gut transportiert und endgelagert werden?

Zum Hintergrund

Bis zu 5000 Tonnen Schlick aus dem Hafenbecken der Elsflether Werft sind im Spülfeld Golzwarden zwischengelagert. Bei den im Schlamm vorhandenen Giftstoffen handelt es sich unter anderem um das hochgiftige Tributylzinn (TBT). TBT-Verbindungen wurden auch in Antifouling-Anstrichen für Schiffsrümpfe verwendet. Über eine weitere Verwertung des Schlicks soll im ersten Halbjahr 2020 entschieden werden.

Nach Einschätzung des NLWKN ist eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung nicht gegeben. Das hätten Untersuchungen ergeben.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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