• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Verteidigungsministerium will Gorch-Fock-Urteil kippen
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 5 Minuten.

Streit Mit Bredo-Werft
Verteidigungsministerium will Gorch-Fock-Urteil kippen

NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stadtrat zückt die grüne Karte

02.02.2019

Brake Die Braker Ratsmitglieder hielten die grünen Stimmkarten hoch. Das Votum bei der außerordentlichen Ratssitzung war am Donnerstagabend eindeutig. Bürgermeister Michael Kurz begründete sodann die einstimmige Resolution des Braker Stadtrats, mit der die Aufnahme sowohl des Braker Hospitals als auch der Helios-Klinik in das niedersächsische Krankenhausinvestitionsprogramm gefordert wird.

28.000 Patienten

Michael Kurz stellte die Vorzüge des Braker Krankenhauses dar. Das St.-Bernhard-Hospital mit dem angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sei gut aufgestellt. Es würde die wohnortnahe stationäre und ambulante ärztliche Versorgung sicherstellen. Das Krankenhaus sei mit jeweils 6000 stationären und 22.000 ambulanten Patienten, davon 16.000 Patienten im MVZ, sowie den 300 Mitarbeitern zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Das sagen die Landtagsabgeordneten

Karin Logemann (SPD): Es sei wichtig, dass beide Häuser aufrecht erhalten bleiben. Die Wesermarsch sei ein Flächenland, beide Krankenhäuser müssten unterstützt werden. Man sollte nicht anfangen, sie gegeneinander auszuspielen.

Horst Kortlang (FDP): Es sei wichtig, beide Krankenhäuser in der Wesermarsch zu erhalten. Dass der Helios-Konzern die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Nordenham schließt, sei nicht zu fassen.

Dragos Pancescu (Grüne): Es ist zu wünschen, dass alle Krankenhäuser in Niedersachsen nach den gleichen Kriterien behandelt werden. Beide Krankenhäuser in der Wesermarsch sollten an einem Strang ziehen, um die Grund- und Regelversorgung zu sichern. Beide Krankenhäuser müssten unterstützt werden.

Björn Thümler (CDU): In einer Video-Erklärung wandte sich der Minister für Wissenschaft und Kultur an den Stadtrat. Nach seiner Ansicht sollten beide Krankenhäuser Förderanträge stellen. Bei der entsprechenden politischen Begleitung sei er gerne behilflich. Beide Krankenhäuser würden im Flächenlandkreis Wesermarsch für eine angemessene Versorgung der Menschen gebraucht.

Das bestätigte Ingo Penner. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte der Geschäftsführer des St.-Bernhard-Hospitals, der die bereits abgeschlossenen und noch geplanten Baumaßnahmen vorstellte (die NWZ wird noch berichten). Die Landesregierung habe erkannt, dass es hier eine Förderung geben müsse, die nicht nur auf Brake beschränkt sei. Fördermittel vom Land seien erforderlich, um die medizinische Versorgung auch in den nächsten zehn Jahren zu sichern. „Wir haben keinen Konzern in der Hinterhand“, so Penner. Das Hospital ist nach seinen Worten in Brake verwurzelt.

Auf die Frage von Holger Kromminga (SPD) nach Absprachen mit der Helios-Klinik in Nordenham erwiderte Penner, dass es weder eine Absprache noch Kooperationsmodelle mit Helios gebe. Der Vorschlag von Helios sei einem Übernahmeangebot gleich gekommen. „Wir verkaufen nicht“, so Penner. „Ich sehe im Moment wenig Möglichkeiten, sich Fächerbereiche hin und her zu schieben.“ Man verfüge als Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung doch annähernd über gleiche Angebote.

Ingo Penner wurde konkret: „Für die Zukunft würde ich mir ein großes Krankenhaus wünschen. Große Häuser werden bevorzugt. Die Gesetzgebung erfolgt zu Lasten kleiner Häuser und des ländlichen Raums. Wir müssen aufpassen, dass der Landkreis nicht ohne Krankenhaus dasteht“, sagte er.

Sowohl Michael Kurz als auch Ingo Penner bestätigten auf Nachfrage einen Besuch im niedersächsischen Sozialministerium auf Vermittlung von Karin Logemann im August 2018. Es gebe keine Förderung in der Wesermarsch, solange man sich nicht einige, noch existiere der Status Quo, so die Auskunft. Es sei aber bereits eine Änderung angedeutet worden, so Kurz dazu.

Besonderer Status

Auf den besonderen Status des St.-Bernhard-Hospitals wies Reiner Gollenstede hin (Wählergemeinschaft Brake). Seit mehr als 130 Jahren sei es in der Region verankert. Eigentümerin sei eine Stiftung der drei katholischen Kirchengemeinden Elsfleth, Ovelgönne und Brake, wirtschaftlich geführt durch eine gemeinnützige GmbH. „Die erwirtschafteten Überschüsse fließen wieder in die Klinik und nicht an renditeorientierte Aktionäre“, so Gollenstede.

Nach der Ratssitzung berichtete  Reiner Gollenstede über ein geplantes Treffen in Nordenham. So habe der Fraktionsvorsitzende der FDP im Kreistag, Manfred Wolf (Nordenham), am Mittwochabend kurzfristig die Fraktionsvorsitzenden (außer der AFD) zu einem Krisentreffen einbestellt. „Da Olaf Michalowski als Vorsitzender der UW-Fraktion im Kreistag im Urlaub ist, hatte ich diesen Part übernommen und auch zugesagt.“ Ihm sei allerdings am Donnerstagmorgen kurzfristig von Manfred Wolf mitgeteilt worden, dass der Termin aus persönlichen Gründen nicht stattfinden würde. Er wäre bei dem Treffen der einzige Braker Vertreter gewesen – und zudem noch Vorstandsmitglied des Fördervereins des St.-Bernhard-Hospitals, so Gollenstede.

Wie Manfred Wolf am Freitagabend auf Nachfrage der Nordwest-Zeitung mitteilte, sei das Treffen nicht zustande gekommen. Er habe daher die ausgesprochenen Einladungen zurückgenommen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2320
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.