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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Vorbereitungen In Der Wesermarsch: Kreis wappnet sich gegen Coronavirus

28.02.2020

Brake Bestätigte Coronavirus-Fälle (COVID-19) gibt es noch nicht im Landkreis Wesermarsch, nicht einmal Verdachtsfälle. Die Vorbereitungen für einen möglichen Ernstfall laufen indes auf Hochtouren. Die Akteure sehen sich gut gewappnet und stehen im ständigen Kontakt.

Wer ist erster Ansprechpartner beim Verdacht einer Ansteckung?

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt. „Das Gesundheitsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass zunächst der Hausarzt telefonisch zu kontaktieren ist, um eine mögliche Verbreitung von Viren in der Arztpraxis zu verhindern“, betont Volker Blohm, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Wesermarsch.

Wie bereitet sich der Landkreis auf einen möglichen Ausbruch vor ?

Bereits seit Wochen laufen die Vorbereitungen im Gesundheitsamt für mögliche COVID-19-Fälle. Über die kreiseigene Homepage werden die Entwicklungen täglich aktualisiert. Es gibt einen Informationsaustausch mit Rettungsdienst, niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Hilfsorganisationen, der gegebenenfalls noch erweitert wird.

Werden beim Landkreis/Rettungsdienst schon besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen?

Als Sicherheitsvorkehrungen für die Rettungsdienste gelten dieselben Bestimmungen des Landesausschuss Rettungsdienst (LARD) und des Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (NLGA) wie für alle respiratorischen Erkrankungen, die entsprechende Schutzmaßnahmen vorsehen.

Ab wann würden Sicherheitsvorkehrungen greifen, gibt es festgelegte Regeln?

Sobald der erste Verdachts- oder Erkrankungsfall aufgetreten ist, greifen Maßnahmen, die in Ablaufplänen, Orientierungshilfen und Flussschemata des Robert-Koch-Instituts vorgeben sind und die notwendigen Sicherungsmaßnahmen beinhalten.

Unterstützt der Landkreis bei der Beschaffung von benötigtem Material wie Tests, Schutzmasken, Schutzkleidung ?

Materialbeschaffung obliegt jeder medizinischen Einrichtung oder Organisation in eigener Zuständigkeit.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Wesermarsch steht im Austausch mit medizinischen Einrichtungen und im Bedarfsfall auch mit den Kommunen.

Wie bereitet sich das Gesundheitsamt vor?

Im Gesundheitsamt gibt es durch größere Infektionsgeschehen, wie die etwa die Influenza H1N1 im Jahr 2009 (die so genannte Schweinegrippe), gehäufte EHEC-Infektionen im Jahr 2011, oder den Campylobacter-Ausbruch 2014 sowie alljährliche saisonale Influenza- und Noroviruserkrankungswellen zahlreiche gute praktische Erfahrungen mit Infektionsgeschehen von pandemieartigem Charakter.

Was passiert im Verdachtsfall mit Patienten?

Eine Person, die grippeähnliche Symptome hat und befürchtet an COVID-19 erkrankt zu sein, soll als erstes ihren Hausarzt anrufen. Mit dem Hausarzt sind dann weitere Maßnahmen abzusprechen. Je nach klinischem Zustand, muss ambulant oder stationär die Erregerdiagnostik vor Ort oder im Krankenhaus eingeleitet werden und der Patient bis zum Laborergebnis isoliert werden. Bei milden Verläufen ist die häusliche Quarantäne anzustreben. Stationär aufgenommene Patienten müssen in den Kliniken isoliert werden. Das Gesundheitsamt ist in jedem Fall über Bestätigung oder Ausschluss der Infektion mit dem Coronavirus zu informieren. Kontaktpersonen werden in Kategorien (höheres Infektionsrisiko oder geringeres Infektionsrisiko) eingeteilt und unter Abwägung der häuslichen Möglichkeiten und nach Risikobewertung des Gesundheitsamtes isoliert und überwacht.

Nimmt das St.-Bernhard-Hospital Patienten auf?

Nein, das Braker Krankenhaus nähme keine Patienten mit Corona-Virus auf, da es die notwendigen Vorgaben des Robert-Koch-Institutes nicht erfüllt (z.B. Schleuse vor dem Patientenzimmer). Patienten, die mit Verdacht im Krankenwagen sind, werden an ein Haus mit höherer Versorgungsstufe gebracht.

Sollte uns ein Patient auf eigene Faust kommen und die Symptome haben, befolgen die Mitarbeiter (vom Empfang über die Pflege und Ärzte bis zur Reinigung) ein spezielles Konzept und halten sich an besondere Hygienemaßnahmen. Der Patient würde dem Gesundheitsamt gemeldet werden und umgehend in ein anderes Krankenhaus gebracht werden.

Wie funktioniert die überörtliche Zusammenarbeit?

Die Kommunen und deren Gesundheitsämter werden über das Landesgesundheitsamt laufend über die Lage und die Maßnahmen unterrichtet und im konkreten Einzelfall unterstützt. Das Zentrum für Gesundheit und Infektionsschutz hat hierfür im Landesgesundheitsamt eine ständige Rufbereitschaft.

Der Landkreis informiert auf seiner Homepage (www.landkreis-wesermarsch.de) über aktuelle Entwicklungen in puncto Coronavirus. Dort ist unter anderem auch eine neue Information des Robert-Koch-Instituts eingestellt.

Wie kann man sich schützen ?

Vor allem durch das Einhalten der Regeln, die grundsätzlich für die Erkältungs- und Grippezeit gelten: Abstand von ein bis zwei Metern zu hustenden und/oder niesenden Personen halten, Hände mit Wasser und Seife gründlich waschen sowie in die Ellenbeuge husten und niesen, nicht in die Hand.

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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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