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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gewerkschaft warnt vor Altersarmut

19.10.2019

Brake Wenn die Rente nicht reicht: Immer mehr Menschen im Landkreis Wesermarsch seien neben ihren Altersbezügen auf staatliche Hilfe angewiesen, teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit. Die Zahl der Empfänger von „Alters-Hartz-IV“ sei innerhalb von zehn Jahren um 15 Prozent gestiegen.

Gab es im Landkreis im Jahr 2008 noch 1051 Bezieher von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, so waren es im vergangenen Jahr bereits 1211 Menschen. Die NGG beruft sich hierbei auf Angaben des Statistischen Landesamtes. Danach erhielten in ganz Niedersachsen zuletzt rund 110 000 Rentner Grundsicherung – 35 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Matthias Brümmer, Geschäftsführer der NGG-Region Oldenburg-Ostfriesland, sieht den Trend mit Sorge – und fordert eine „rentenpolitische Kurskorrektur“. Insbesondere die von der Bundesregierung angekündigte Grundrente müsse rasch angepackt werden, um ein Ausufern der Altersarmut zu verhindern, sagt er. „Die amtlichen Zahlen zeigen nur die Spitze des Eisbergs. Denn sehr viele Menschen, die wegen Mini-Renten eigentlich einen Anspruch auf die Grundsicherung haben, schrecken aus Scham vor einem Antrag zurück“, so Matthias Brümmer.

So sind nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bundesweit bereits 16,8 Prozent der Rentner von Armut bedroht. Ohne die Einführung einer Grundrente könnte das Armutsrisiko laut DIW bis zum Jahr 2039 auf 21,6 Prozent steigen – selbst bei einer weiterhin positiven Konjunkturentwicklung.

„Eine entscheidende Ursache für dürftige Renten sind niedrige Einkommen. Auch wer Jahrzehnte in einer Bäckerei oder einem Restaurant gearbeitet hat, landet im Alter oft unter der Armutsschwelle. Das liegt auch an der Praxis vieler Unternehmen, aus Tarifverträgen auszusteigen und so die Löhne zu drücken. Hinzu kommt der Trend zu Teilzeit und Minijobs“, erklärt er.

Auch der Gründer der Nordenhamer und Braker Tafel, Fred Memenga, sieht diese Entwicklung und betrachtet den Trend mit Sorge (die NWZ berichtete).NWZ

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