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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wildgänse-Gelege am Erlenteich ausgeräumt

15.04.2019

Brake Seit Jahr und Tag kümmert sich Friedhelm Pöppe um den Erlenteich ganz im Süden der Stadt, auf der Grenze zu Elsfleth. Schließlich ist er Miteigentümer des Gewässers wie alle anderen Bewohner der Ferienhaussiedlung auch. Im Rahmen einer sogenannten Bruchteilsgemeinschaft gehören ihnen Grund und der kleine See. Als passionierter Jäger hat Pöppe auch immer einen Blick darauf, was rund um den Erlenteich kreucht und fleucht. Auch bekleidet der 64-Jährige die Funktion des Jagdaufsehers für den Beritt.

In diesen Tagen haben sich etliche Gänse das zum Teil schilfige Gelände rund um den Teich als ihr Brutrevier ausgeguckt. „19 Paare Bless- und Graugänse hab’ ich bei einem Rundgang Ende März gezählt“, berichtet Pöppe. Darunter auch ein in diesen Breiten seltenes Weißwangengans-Paar. Als sich Pöppe vergangenen Samstag mal wieder in die Natur am Erlenteich aufmachte, sprach ihn ein Angler an: „’Die Gänse sind weg’, sagte er mir.“ Das habe er auch festgestellt, antwortete Pöppe. Er habe im Garten seines Hauses unweit des kleinen Sees auch keine Gänselaute mehr gehört. Also schaute Pöppe nach. Und siehe da: Die ursprünglichen Gelege seien samt und sonders leer gewesen. Das könnten nicht nur die Krähen gewesen sein, weiß der Weidmann sofort. Zumindest große Teile der Brut müssen von Menschenhand geklaut worden sein, ist sich Pöppe sicher. Zumal ihm eine Nachbarin berichtete, Personen im Bereich der Brutstätten gesehen zu haben. Das regt ihn auf. „Wenn jemand mal ein oder zwei Eier stiehlt, will ich ja nichts sagen. Aber alle Nester ausräumen, das geht gar nicht.“ Die Leute rund um den See sollten doch froh sein, dass sie so ein naturnahes Habitat vor der Haustüre haben. Pöppe ist dermaßen verärgert, dass er unter der Woche Anzeige wegen Wilderei bei der Polizei gestellt habe, wie er sagt. Um wie viele Eier es sich gehandelt hat, kann auch der Fachmann nicht sagen. „Wilde Gänse legen zwischen vier und sechs Eiern.“

Nachdem die Brutmulden der Gänse ausgeräumt worden waren, machten sich die Tiere davon. Das sei der natürliche Reflex der Vögel, das Gebiet zu verlassen, und zwar paarweise. „Die Tiere bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen“, weiß Friedhelm Pöppe. Vielleicht hätten sie sich ein neues Revier gesucht und versuchten ein zweites Mal für Nachwuchs zu sorgen. Die Jahreszeit lasse das noch zu.

Mitte der Woche jedenfalls tummelten sich wieder Blessgänse auf dem Erlenteich. Ob es dieselben sind, die ihre Brut verloren haben, Pöppe kann es nicht sagen. „Die haben sich ja nicht bei mir vorgestellt.“

Jens Schopp Redakteur / Regionalredaktion
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