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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wesermarsch soll Marke werden

22.05.2019

Brake Gut vier Monate Arbeit liegen hinter ihm und weit mehr als 60 Antrittsbesuche. „Überall standen mir die Türen offen“, hatte Nils Siemen einen guten Start. Seit Anfang des Jahres ist der 40-jährige Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch. „Ich habe die Entscheidung nicht bereut“, sagt einer, der in der Unternehmensberatung, bei der Ems-Achse und in der Gemeinde Moormeerland tätig war und „durch und durch Netzwerker“ ist, einer, der „ein Bild im Kopf hat, wie ich mir Wirtschaftsförderung vorstelle“.

Was ihm aufgefallen ist: „Viele Angebote der Wirtschaftsförderung sind gar nicht bekannt. Oft werden wir vor allem mit dem Tourismus in Verbindung gebracht.“ Um auch die übrigen Bereiche in den Fokus zu rücken, will Siemen „neue Wege gehen“: Ein einheitliches Layout für die Vielzahl an Publikationen gehört dazu, die verstärkte Nutzung von sozialen Medien ebenfalls.

„Wie wird die Wesermarsch gesehen?“, ist eine zentrale Frage für Siemen. Und dabei hat er durchaus Unterschiede ausgemacht: „In der Wesermarsch wird die eigene Region viel kritischer gesehen als von außen.“ Eine Imagekampagne für die Wesermarsch gehört daher zu seinen Ideen. Denn: „Die Marke Wesermarsch existiert noch nicht.“ Dabei müsse der Landkreis sich nicht verstecken: familienfreundliches Umfeld, bezahlbare Grundstücke, tolle Unternehmen, Tourismusstandort – mit all dem könne man wuchern. „Diese Vorzüge der Wesermarsch müssen noch stärker bekannt werden.“ Er weiß aber auch, dass in der Vergangenheit Verpasstes nicht so schnell aufgeholt werden kann. „Das geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen überhaupt erst einmal wahrgenommen werden.“

Nicht nur aus diesem Grund gilt für ihn die Reihenfolge: Bestandsunternehmen halten und unterstützen, Existenzgründer fördern und Investoren anlocken. Wichtige Instrumente dabei: Gewerbeflächenberatung, Innovationsberatung, Existenzgründerberatung. „Wenn man eine Linie hat und diese kontinuierlich fährt, kann man was bewegen. Das muss in die Köpfe rein.“

Ganz konkret möchte Siemen „in die interkommunale Zusammenarbeit einsteigen“. Was auf touristischer Ebene bei der Touristikgemeinschaft Wesermarsch (TGW) schon bestens funktioniere, soll auf der wirtschaftlichen folgen, am liebsten mit einem interkommunalen Gewerbegebiet. „Das ist eine Riesen-Chance“, glaubt Siemen über eine Fläche auf dem Gebiet einer oder zwei Kommunen (im Gespräch sind Nordenham und Stadland), an der sich aber alle anderen beteiligen können. „Wir müssen, wir wollen an einem Strang ziehen.“

63 Prozent aller Wirtschaftsförderungen bundesweit haben laut einer Umfrage keine freien Gewerbeflächen. „Wir schon. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können.“ Aber es gelte auch vorauszuplanen. „Bei einem interkommunalen Gewerbegebiet reden wir über einen Zeitraum von 10, 15 Jahren.“

Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Siemen in der Unterstützung der heimischen Unternehmen bei der Rekrutierung von Fachkräften. Äußerst erfolgreich laufe das Projekt für Frauen, die wieder in das Berufsleben einsteigen wollen. Anfang des Jahres wurde es auf den Landkreis Friesland ausgeweitet. Neu gegründet werden soll ein überbetrieblicher Verbund, durch den Betriebe fit gemacht werden für den demografischen Wandel, in dem sie Unterstützung erfahren bei familienfreundlichen Maßnahmen. Nicht zuletzt Frauen soll so eine bessere berufliche Perspektive in der Region geboten werden. Ebenfalls neu ist die neue Veranstaltungsform „EU-Büro informiert“. Bei der Premiere am 20. Juni geht es dann erst einmal um den „Unternehmenswert Mensch“.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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