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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Zehn Jahre Kit: „Das kann nicht jeder machen“

04.08.2017

Brake Wenn das Einsatztelefon des Kriseninterventionsteams Wesermarsch (KIT) klingelt, ist etwas wirklich Schlimmes passiert. Die Mitglieder werden von Feuerwehren, Polizei oder Rettungsdiensten zum Beispiel bei schweren Unfällen, Suizidfällen oder dem Tod eines Kindes alarmiert. 47 Mal war das in diesem Jahr schon der Fall.

„Die Einsatzzahlen steigen“, sagt Melina Janssen-Wulf vom KIT. 360 Fälle mit 1154 betreuten Personen habe das Team in den letzten zehn Jahren absolviert. 14 Mitglieder stehen für diese ehrenamtliche Arbeit momentan zur Verfügung. Sie werden für diese anspruchsvolle Arbeit aus- und fortgebildet.

2500 Euro kostet die Schulung dieser KIT-Einsatzkräfte, dazu kommen für den gemeinnützigen Verein zusätzliche Kosten für Miete und Einsatzmaterialien. Vom Landkreis und der Stadt Brake bekommt der Verein finanzielle Unterstützung – der Großteil der Kosten muss allein gestemmt werden. Dafür sind die Mitglieder an den Wochenenden oft mit einem Stand auf Veranstaltungen vertreten, um mit dem KIT-Glücksrad Geld in die Vereinskasse zu spülen. „Oft stehen die Einsatzkräfte selbst am Stand“, erzählt Thomas Wulf, erster Vorsitzender des Vereins.

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Gesucht werden deshalb noch Unterstützer, die bei dieser Arbeit helfen oder beim Auf- und Abbau unterstützen. „Damit ist dem Verein schon viel geholfen. Denn die Arbeit als einsatzfahrendes Mitglied kann einfach nicht jeder machen“, erklärt Melina Janssen-Wulf. Mit der emotionalen und psychischen Belastung könne nicht jeder umgehen.

Ihre Einsätze fahren die KIT-Mitglieder fast nur im Landkreis Wesermarsch. Immer öfter kommen Anfragen aber auch aus Nachbarlandkreisen – das allerdings sei kaum zu leisten, sagt Vorstandssprecher Torsten Renken.

Bei der Landesregierung in Hannover hat man die Bedeutung der psychologischen Betreuung in Krisensituationen erkannt und einen Landesbeirat zur besseren Koordinierung der bestehenden Teams gegründet. Auch hier engagiert sich das KIT-Team aus der Wesermarsch mit seiner nunmehr zehnjährigen Erfahrung.

„Unsere Gruppe genießt bundesweit ein hohes Ansehen“, sagt Thomas Wulf. „Vor Ort wird leider oft nicht gesehen, das wir hier haben, was andere nicht haben und gern hätten.“

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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