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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stadtentwicklung: Bürger halten Abriss-Pläne für überzogen

21.09.2013

Friedrich-August-Hütte Die Zahl der Einwohner im Stadtteil Friedrich-August-Hütte wird laut Prognose der Stadt von 2814 (Stand Ende 2012) auf 2600 im Jahr 2025 sinken. Das wäre ein Rückgang von 214 Einwohnern. Erwartet wird diese Einbuße als Folge des Abrisses von Wohnblöcken im nördlichen Bereich des Hohen Weges. Nach Einschätzung der Stadt handelt es sich um so genannte Schrottimmobilien.

100 Wohneinheiten

Der „Steckbrief FAH“ zur Stadtentwicklung empfiehlt daher den Abriss von insgesamt etwa 100 Wohneinheiten. Auf neue Baugebiete in FAH soll verzichtet werden.

Das halten Peter Kleemann (42), 1. Vorsitzender des Bürgervereins FAH, und Jörg Bazant (55), 2. Vorsitzender und einziges Ratsmitglied (SPD) aus FAH, für überzogen.

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Auf Anfrage der NWZ  wiesen sie darauf hin, dass viele betroffene Mieter in FAH aufgewachsen seien und hier weiter wohnen wollten. Viele Wohnungen seien bereits energetisch saniert. Der Leerstand sei relativ gering.

Daher sollte auf Abriss verzichtet werden oder aber Ersatzwohnraum zum gleich günstigen Mietpreis zur Verfügung gestellt werden.

Hinzu komme, dass die angestrebte Ansiedlung weiterer Industriebereiche die Wohnqualität für verbleibende Mieter beeinträchtigen würde.

Nach Einschätzung des Bürgervereins ist in Zukunft mit Nachfrage nach Bauplätzen in FAH zu rechnen. In Blexersande und an der Martin-Pauls-Straße bis Grebswarden gebe es genügend geeignete Flächen für ein Neubaugebiet.

Arbeitskreise der Stadt haben mit Blick auf den prognostizierten Bevölkerungsrückgang in Nordenham Steckbriefe für alle Stadtteile erarbeitet. Sie enthalten eine Bestandsaufnahme, analysieren Chancen und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf – mit dem Ziel, den Bevölkerungsrückgang einzudämmen. Diese Steckbriefe sind Entwürfe. Auch in Diskussionen mit Bürgern sollen sie weiterentwickelt werden.

->  Laut Steckbrief für FAH hat dieser Stadtteil eine für den gesamten Küstenraum einzigartige Industrievielfalt. Nach dem Masterplan Wirtschaftsentwicklung sind weitere Gewerbegebiete für Zuliefererbetriebe geplant.

->  Gemäß Steckbrief soll FAH zugleich als Wohnstandort erhalten bleiben. Nachverdichtete Bebauung im südlichen Bereich des Stadtteils soll zugelassen werden.

->  Durch kombinierte Rad- und Gehwege sollen Anbindungen zum Nordsee-Center geschaffen werden.

->  Durch den Bau einer Industriestraße soll die südliche Martin-Pauls-Straße entlastet werden.

->  Die Zuwegung zu Werken soll neu geordnet werden.

Peter Kleemann und Jörg Bazant sehen ein ganz großes Problem in dem Steckbrief unberücksichtigt: Der dringende Sanierungsbedarf von Wohnstraßen im alten Siedlungskern von FAH. Viele Personenwagen seien bereits am Unterboden und/oder Auspuff beschädigt worden. Für die Fritz-Reuter-Straße sei inzwischen Tempo 10 vorgeschrieben. Ursache der gravierenden Straßenschäden seien Unterspülungen der Kanalisation.

Gemäß Straßenausbaubeitragssatzung würden auf die Anlieger jedoch Kosten zukommen, die in keinem Verhältnis zu den vergleichsweise geringen Immobilienwerten stehen.

Viele Familien zugezogen

Zu den Vorteilen des alten Siedlungskerns von FAH gehöre, das Immobilien hier sehr günstig erworben werden können. Manche der kleinen älteren Immobilien seien für 20 000 bis 30 000 Euro zu haben. In den vergangenen Jahren seien viele Familien zugezogen.

In FAH könne man sich auf eine gute Nachbarschaft verlassen. In der Regel helfe jeder jeden. In dieser ruhigen Wohngegend könnten sich Kinder ohne Gefahr frei bewegen. Der Bürgerverein habe seine Aktivitäten verstärkt und sei für alle Altersgruppen offen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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