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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Mit dem Golfschläger auf Kaperfahrt

14.06.2019

Burhave Hoch im Mastkorb hält Rolf Wache. Das tut er, den bleichen Knoxchen nach zu urteilen, schon eine ganze Weile. Und inzwischen gibt es auch einiges zu bewachen, nimmt Form an, was ab der ersten Juli-Woche eine neue Attraktion für Einheimische Urlaubsgäste darstellen soll. Kurz vor der Nordsee-Lagune am Deich von Burhave bauen Dunja und Kay Stöcker aus Hatten eine Adventure-Golfanlage. Piraten sind das Motto. Und Rolf, das Skelett im Mastkorb, gehört wie der hölzerne Pranger und die aufgepflockten Totenschädel zu den Accessoires.

Dunja und Kay Stöcker haben Adventure-Golf bei einem Familienurlaub mit ihren beiden Kindern in Dänemark kennengelernt. Erst war es nur eine verrückte Idee, selber eine solche Anlage zu bauen und zu betreiben. „Aber der Gedanke hat uns nicht losgelassen“, sagt Kay Stöcker, der als Informatiker tätig ist.

„Wollten an die Küste“

Der 50-Jährige und seine Frau (47), die beruflich aus der Gastronomie kommt, hatten immer wieder mal nach geeigneten Orten und Grundstücken gesucht, um ihre Ideen zu verwirklichen. „Wir wollten an die Küste, waren auf der Suche“, sagt Kay Stöcker. Vier Jahre gingen ins Land. Dann war es ein Zufall, der die Hatter darauf stießen ließ, dass der Minigolfplatz in Burhave zum Verkauf steht. Butjadingen kannten die Stöckers bereits von Besuchen der Nordsee-Lagune.

Dunja und Kay Stöcker klopften bei Tourismus-Service Butjadingen an, stellten dort ihre Ideen vor und rannten bei der TSB offene Türen ein. Pläne für eine Anlagen hatte die Stöckers bereits in der Tasche – allerdings keine, die an die Nordseeküste gepasst hätten. Also verwarfen sie das ursprünglich geplante Motto „Around the World“ und entschlossen sich, ihre zukünftigen Gäste stattdessen mit dem Golfschläger auf Kaperfahrt gehen zu lassen.

Nun haben die ersten Piraten das drei Hektar großen Gelände, auf dem sich bislang eine in die Jahre gekommene herkömmliche Minigolfanlage befand, erobert – Rolf im Mastkorb inklusive. Den Namen für das Skelett hat sich die Tochter von Dunja und Kay Stöcker ausgedacht.

Gebaut wird der Platz von der Firma City-Golf Europe, deren Hauptsitz Schweden ist und deren deutsche Generalvertretung im hessischen Limburg ansässig ist. Am Burhaver Deich entsteht eine barrierefreie Anlage mit 18 Bahnen. Die Firma verwendet Materialien, die gut an die Küste passen. In den Freiflächen zwischen den Bahnen, von denen die ersten bereits fertig sind, wird Strandhafer wachsen. Schatzkisten, alte Fässer und eben auch Rolf und die grimmig dreinblickenden Totenschädel bilden die i-Tüpfelchen.

Eine kleine Gastronomie wollen die Stöckers ebenfalls einrichten. So kann man, wenn man die letzte Bahn gespielt hat, gemütlich bei einem Kaffee oder einem Eis auf der Terrasse sitzen.

Voller Zuversicht

Einige Accessoires sind noch verhüllt. Dunja und Kay Stöcker wollen nicht alles vorwegnehmen, ehe die Anlage in wenigen Wochen eröffnet wird. Der Zeitplan ist sportlich, aber die Hatter sind optimistisch, dass die Arbeiten, die am 23. April begonnen hatten, in der ersten Juli-Woche abgeschlossen werden können. Kay Stöcker wird weiter als Informatiker arbeiten, seine Frau Dunja den Golfplatz betreiben, der auch für Kindergeburtstage oder Firmen-Events gebucht werden kann. Daran, dass sie in Butjadingen an der richtigen Adresse sind, haben die Stöckers keinen Zweifel. „Wir sind uns sicher, dass sich unsere Erwartungen hier erfüllen werden“, sagt Kay Stöcker.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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