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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Führt der Osterurlaub mitten ins Chaos?

03.04.2019

Burhave Ein Autofahrer hat seinen Wagen dort abgestellt, wo man zurzeit nicht parken darf; der Bus kommt nicht durch, ohne ihm den Außenspiegel abzufahren; von vorn kommt ein Lastwagen; zum Ausweichen ist kein Platz; und schon geht nichts mehr. Auf der Burhaver Ortsdurchfahrt, die seit anderthalb Woche saniert wird, herrscht schon jetzt ein munteres Chaos. Doch das ist nur Vorgeplänkel. Am morgigen Donnerstag beginnt die Vollsperrung, und dann wird’s richtig heikel.

Der Gemeinderat hat bei seiner Sitzung am Donnerstag Themen auf der Liste, die etliche Bürger interessieren. Ob sich viele Menschen im Rathaussaal in Burhave einfinden werden, ist jedoch fraglich. Denn der Weg dort hin ist kompliziert. Zumindest wird ab Donnerstag der Abschnitt der Ortsdurchfahrt von der Rudolf-Kinau-Straße bis über die Kreuzung mit der Strandallee und der Rathausstraße hinaus voll gesperrt sein.

Arbeiten in der Nacht

Nach dem Ablaufplan, den die Straßenmeisterei Nordenham am Dienstag bekanntgegeben hat, wird auf diesem Abschnitt am Donnerstag und Freitag zunächst der vorhandene Asphaltbelag abgefräst. Am Montag geht es weiter, indem die Baufirma eine Art Bindemittel aufträgt und die neue Asphalttragschicht einbaut. Das wird in der Nacht und in den frühen Morgenstunden geschehen und soll am Dienstag erledigt sein.

Das Spiel wiederholt sich ab Freitag, 12. April, auf dem verbleibenden Abschnitt bis zum Ortsausgang in Richtung Nordenham. Ist das abgeschlossen, hat sich die Baumaßnahme noch nicht erledigt, sondern es folgen rund 250 Meter der Oldenburger Straße, die das Land ebenfalls erneuern lässt. Das soll bis zum 18. April dauern. Anschließend sind „nur“ noch Restarbeiten unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn zu erledigen. Wie Mario Böschen als Leiter der Straßenmeisterei mitteilt, hängt der Zeitplan stark vom Wetter ab. Regnet es, kann zum Beispiel das Bindemittel nicht aufgebracht werden. Dann verzögert sich der Ausbau entsprechend.

Busse werden umgeleitet

Auf den Linien 403, 408 und 409 müssen wegen der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Burhave am Donnerstag und Freitag, 4. und 5. April, die Busse umgeleitet werden. Nach Mitteilung der Verkehrsbetriebe Wesermarsch (VBW) können die Haltestellen Burhave, Kirche und Rathaus nicht angefahren werden. Die Fahrgäste werden gebeten, die Haltestelle Rüstringer Straße zu nutzen. Insgesamt sei mit Verspätungen zu rechnen, heißt es von den Verkehrsbetrieben.

In der Zeit vom 8. bis voraussichtlich zum 10. April wird die Linie 408 über die Rüstringer Straße umgeleitet. Die Haltestellen Kirche, Rathaus und Strandallee können dann nicht angefahren werden. Auch für diese Zeit werden die Fahrgäste gebeten, die Haltestelle an der Rüstringer Straße zu nutzen.

Vom 11. bis voraussichtlich zum 18. April muss die Linie 408 über Schweewarden und Waddens umgeleitet werden. In Burhave entfallen die Haltestellen Rüstringer Straße und Rathaus. Fahrgäste von/nach Abbehausen und Stollhamm werden zu den gewohnten Fahrtzeiten mit einem Kleinbus befördert. In Waddens findet der Umstieg zwischen Kleinbus und Linienbus der Linie 408 statt. Auch in dieser Phase ist nach Mitteilung der Verkehrsbetriebe Wesermarsch mit Verspätungen durch die Sperrung zu rechnen.

Viele Menschen in der Gemeinde hoffen, dass das nicht passiert. Und sie machen drei Kreuze, wenn der Spuk vorbei ist. Der an der Ortsdurchfahrt gelegene Edeka-Markt Ulken bittet seine Kunden um Entschuldigung dafür, dass das Sortiment womöglich in den nächsten Tagen nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht, weil die Zulieferer nicht durchkommen.

Im Bauamt der Gemeinde gehen, obwohl es gar nicht, zuständig ist, nach Auskunft von Axel Linneweber zurzeit täglich bis zu 30 Anrufe von Bürgern und Urlaubern ein, die verunsichert sind angesichts der Bauarbeiten. Der Amtsleiter mag noch gar nicht daran denken, was passiert, wenn Mitte des Monats die „weiße Karawane“ einrollt – am 15. April beginnt in Butjadingen die Camping-Saison.

Am Deich wird’s eng

Zumindest dürfte es auf der Straße Am Deich eng werden, die in der Bauzeit als Zufahrt zu allen Zielen dient, die nordöstlich der Butjadinger Straße liegen. Wer hingegen beispielsweise am Donnerstag die Ratssitzung besuchen möchte, muss durch die Straße Zur Grundschule, die Ladestraße und die Rathausstraße von hinten den Rathaussaal ansteuern. Wer Butjadingen über die B 212 oder von der Fähre in Blexen kommend erreichen will, wird derweil großräumig über Abbehausen und Stollhamm umgeleitet. Davon werden vor allem Lastwagenfahrer Gebrauch machen müssen, für die die Straße Am Deich zu schmal ist.

Der jetzige Zeitplan ist bereits ein Entgegenkommen der Straßenmeisterei beziehungsweise des Geschäftsbereichs Oldenburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, der die 600 000 Euro teure Baumaßnahme verantwortet. Die Vollsperrung hatte ursprünglich erst am 8. April beginnen sollen, hätte dann aber noch mehr den Osterreiseverkehr im Nordseebad beeinträchtigt. Nach Protesten von Touristikern, Gewerbetreibenden und von Bürgermeisterin Ina Korter wurde die Vollsperrung vorverlegt.

Dass die Landesbehörde für eine solche Baumaßnahme überhaupt die Ferienzeit wählt, hängt damit zusammen, dass der Schulbusverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden soll. Das geschieht nun nur an zwei Tagen und ist laut Mario Böschen mit den Verkehrsbetrieben Wesermarsch sowie auch mit der Schule abgesprochen.

In Butjadingen gibt es so oder so Gemurre. Die Landesbehörde, so die Kritik, trage dem Umstand nicht ausreichend Rechnung, dass es ein Nordseebad und damit ein Urlaubsort ist, in dem sie mitten in den Ferien die Ortsdurchfahrt dichtmacht.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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