• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Und wenn doch mal der Deich bricht?

15.03.2018

Butjadingen Die nördliche Wesermarsch ist von Wasser umgeben. Dennoch lebt man hier sicher. Schließlich gibt es Deiche, Siele, Schöpfwerke. Doch was, wenn diese technischen Schutzmaßnahmen einmal versagen, bei einer Sturmflut ein Deich bricht? Wissen die Menschen dann, was sie zu tun haben, wie sie sich verhalten sollten und schützen können?

Das möchten die Jade Hochschule mit Sitz in Oldenburg und das Büro Küste und Raum aus Varel gerne herausfinden. Deshalb starten sie eine große Umfrageaktion, und zwar in Butjadingen. Ab sofort liegen die Umfragebögen im Erdgeschoss des Rathauses in Burhave aus und stehen zum Download im Internet bereit.

Die Europäische Union hat im Jahr 2007 Richtlinien für ein Hochwasserrisikomanagement verabschiedet, die nun in den einzelnen Ländern umgesetzt werden. Die Federführung in Niedersachsen hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Darüber hinaus sind andere Institutionen mit dem Thema befasst. Zu ihnen zählt die Jade Hochschule, die sich für das Projekt „Frames“ das Büro Küste und Raum mit ins Boot geholt hat.

„Frames“ ist ein von der EU gefördertes Projekt, an dem fast alle Nordseeanrainer beteiligt sind. Das gemeinsame Ziel ist es, das Hochwasserrisikomanagement zu optimieren. Die Projektpartner haben 13 Pilotgebiete mit jeweils unterschiedlichen Themenschwerpunkten festgelegt. Eines dieser Pilotgebiete – das einzige in Deutschland – stellt der Landkreis Wesermarsch dar, genauer: die Gemeinde Butjadingen.

Dr. Helge Bormann von der Jade Hochschule und der gebürtige Waddenser Dr. Frank Ahlhorn von Küste und Raum haben ihrem Projektteil die Überlegung zugrunde gelegt, dass es zwar viele technische Vorrichtungen zum Hochwasserschutz gibt, die Menschen sich auf diese aber womöglich allzu sehr verlassen.

Ist den Bürgern bewusst, dass es bei einer Sturmflut oder einem Starkregenereignis immer ein Restrisiko gibt? Wissen sie, was im Fall einer Hochwasserkatastrophe zu tun ist, an wen sie sich wenden können, wohin sie sich zu begeben haben, wie sie ihr Hab und Gut schützen können und wie es nach dem Ende der akuten Gefahrenlage weitergeht? Welche speziellen Anforderungen ergeben sich dabei für die Landwirtschaft?

Das möchten Helge Bormann und Frank Alhorn mit dem 24 Fragen umfassenden Bogen herausfinden. Sie hoffen auf eine möglichst große Resonanz: Je mehr Menschen den 17 Seiten umfassenden Fragenkatalog durch Ankreuzen ausfüllen, umso repräsentativer wird das Ergebnis sein. Wichtig ist den Initiatoren zudem ein breiter Altersmix und eine gute Mischung aus Einheimischen und Zugezogenen. Zunächst wird der Fragenkatalog in ausgedruckter Form lediglich im Rathaus zu haben sein. Wer bereit ist, ihn ebenfalls auszulegen und anschließend ausgefüllt auch wieder anzunehmen, wird gebeten, sich mit Frank Ahlhorn (Telefon  04451/808683) in Verbindung zu setzen.

Möglichst bis Ende April möchten die Initiatoren die Umfragebögen zurückhaben, um sie auswerten und die Ergebnisse im Juni bei einem Expertentreff vorstellen zu können. In der Runde sollen dann Lösungsansätze erarbeitet werden. Mitte, spätestens Ende 2019 sollen der Öffentlichkeit ganz konkrete Ergebnisse präsentiert werden.



     www.kueste-und-raum.de 
     www.jade-hs.de 
     www.gemeinde-butjadingen.de 
Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

Weitere Nachrichten:

Jade Hochschule | EU | NLWKN

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.