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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirtschaft: „Biosphärenreservat hätte ein Signal sein können“

26.04.2019

Butjadingen In der Debatte um eine mögliche Beteiligung Butjadingens an einem Unesco-Biospährenreservat hat sich jetzt auch die Stiftung Hof Butenland – Lebenshof für Tiere aus Niens zu Wort gemeldet. Jan Gerdes und Karin Mück sind der Ansicht, dass eine solche Beteiligung das richtige Signal gewesen wäre.

Obwohl der Butjadinger Gemeinderat der Teilnahme an einem Diskussionsprozess über ein Biosphärenreservat bereits mehrheitlich eine Absage erteilt hatte, wurde das Thema in den vergangenen Wochen noch einmal heftig und kontrovers diskutiert. Dafür sorgte nicht zuletzt der Burhaver Elmar Hüttenmeister, der den Landwirten in einem Leserbrief Diskussionsverweigerung und zudem pauschal unter anderem Tierquälerei und eine Vergiftung des Grundwassers vorwarf. Darauf konterte nicht nur der Kreislandvolkverband, sondern auch der Stadlander Landwirt Udo Müller.

Auf eben dessen Leserbrief bezieht sich die Stellungnahme der Stiftung Hof Butenland. Darin heißt es: „Als Stiftung, die von einem Landwirtschaftsmeister geführt wird, ist uns schon längst der Kragen darüber geplatzt, wie sehr der Berufsstand des Bauern verunglimpft wird. Allerdings sehen wir da mehr rot, wenn sich Menschen wie Herr Müller als Stimme aller Landwirte aufspielen (...). Denn hauptsächlich dadurch wird unser schöner Berufsstand in den Dreck gezogen“.

Der Stadlander hatte „Berufs- und Hobbypolitiker auf Stimmenfang oder sogenannten Natur- oder Tierschutzorganisationen im Spendensammelwahn“ kritisiert. Jan Gerdes und Karin Mück sind der Ansicht, „dass man nicht ständig verächtlich auf einen Spendensammelwahn herumreiten sollte, wenn das Wohl und Wehe des eigenen Hofs sehr stark von staatlichen Subventionen abhängt“. Der Unterschied zwischen privaten und staatlichen Spenden liege darin, dass die privaten freiwillig kommen und nicht mit Steuergeldern bezahlt werden.

Als viel schlimmer noch empfindet die Stiftung indes „dieses ständige Gejaule darüber, dass Bauern ach so schwarze Schafe in der Gesellschaft“ seien. Jan Gerdes und Karin Mück fragen: „Wieso ist das denn so? Warum erscheinen wöchentlich Berichte über Schlachthof- und andere Tierhaltungsskandale, sowie darüber, dass das Trinkwasser immer stärker durch Gülle bedroht wird? Worauf basieren die Studien sogar vom Umweltbundesamt und des Weltagrarberichts, die besagen, dass die Landwirtschaft für gut 60 Prozent der Methan- und über 80 Prozent der Lachgas-Emissionen verantwortlich ist? (...) Warum wird noch immer mit Glyphosat gespritzt?“

Eine Beteiligung an einem Biosphärenreservat wäre nach Meinung der Stiftung ein Signal gewesen – dahingehend, „dass auch Bauern verstanden haben, über keine zweite Welt zu verfügen“ und bereit sind, sich „am Herumreißen des Steuers“ zu beteiligen. „Wenn aber sogar solche Aktionen öffentlich geblockt werden, dazu auf eine Art und Weise, die an ein trotziges Kleinkind erinnert, dann sollte sich niemand über sinkende Stellenwerte in der Gesellschaft wundern“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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